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Meine Stadt Stillstand in der Wasserstadt: Papenburg macht Stadt verantwortlich
Hannover Meine Stadt Stillstand in der Wasserstadt: Papenburg macht Stadt verantwortlich
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00:23 25.11.2018
Vom Abriss bedroht: Die historischen Gebäude auf dem Gelände der Wasserstadt Limmer. Quelle: Behrens
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Hannover

 Schon im Frühjahr, so hatte es Günter Papenburg Ende 2017 angekündigt, sollten auf dem Gelände der Wasserstadt Limmer die ersten Baugruben ausgehoben werden, bald danach der Hochbau starten. Viel passiert ist seitdem nicht. Und dafür macht er vor allem die Stadt verantwortlich.

Papenburg ließ am Donnerstag eine Mitteilung versenden, in der er klagt, dass fehlende städtische Genehmigungen die Bauarbeiten verzögerten. „Die Öffentlichkeit muss wissen, was hier alles nicht geschieht. Die Stadt lässt mich im Regen stehen“, schimpft er und will sich am Montag auf einer Pressekonferenz zu Details äußern.

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Streit um Abriss historischer Conti-Bauten

Nach Informationen der NP hat für Papenburg die Tatsache das Fass zum Überlaufen gebracht, dass ihm die Verwaltung die Genehmigung für den Abriss der historischen Conti-Bauten auf dem Gelände noch nicht erteilt hat.

Diese sind mit giftigen Nitrosaminen kontaminiert. Viele Versuche, das Problem zu lösen und die Gebäude bewohnbar zu machen, sind aus Sicht von Papenburg gescheitert. Dass er die Gebäude abreißen will, hatte er schon im Dezember 2017 angekündigt.

Papenburg beklagt Vandalismus und Kleinkriminalität

Für Papenburg sind die Gebäude auch ein Sicherheitsproblem. Immer wieder treiben sich darin Abenteurer herum, sogar Hochzeitspaare lassen dort Fotos von sich machen. In Papenburgs Mitteilung ist die Rede davon, dass „Vandalismus und Kleinkriminalität“ von der zuständigen Ordnungsbehörde nicht verfolgt würden und auch „finanziellen Schaden verursachen“. Es heißt, dass Papenburg die Sicherheit auf dem Gelände rund 50 000 Euro im Monat kostet.

In wie weit es auch Probleme mit Baugenehmigungen gibt, ist unklar. Zumindest Teilbaugenehmigungen sollen vorliegen, im Frühjahr die Arbeiten beginnen.

Die Stadt wollte sich am Donnerstag nicht zu den Vorwürfen äußern. Sie hat allerdings für Freitag kurzfristig ein Pressegespräch angekündigt, in dem es um den aktuellen Stand bei der Wasserstadt Limmer gehen soll.

Von Christian Bohnenkamp