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Meine Stadt Wasserstadt: Dichtere Bebauung in den nächsten Abschnitten?
Hannover Meine Stadt Wasserstadt: Dichtere Bebauung in den nächsten Abschnitten?
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08:00 09.01.2020
Teures Wohnen: In der Wasserstadt Limmer sind aktuell keine Wohnungen geplant, die für Normalverdiener in Frage kommen. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Breite Grünstreifen und Parkanlagen ziehen sich auf den Plänen am Wasser entlang sowie durch die Wohnanlagen. Die Wasserstadt Limmer soll ein besonders lebenswertes Quartier werden. Doch macht das viele Grün das Wohnen dort unnötig teuer? Die Investoren klagen darüber, dass die Fläche nicht optimal ausgenutzt werde und führen das als einen Grund für die hohen Immobilienpreise an, die für die Mittelschicht nicht bezahlbar sind. Die SPD spricht von „Wucher“, zeigt aber auch Kompromissbereitschaft und will über eine höhere Dichte in den kommenden Bauabschnitten reden.

Zwar sieht SPD-Fraktionschef Lars Kelich den Hauptgrund für die hohen Preise – im Schnitt sollen sie bei 13 Euro pro Quadratmeter Miete sowie 6400 Euro pro Quadratmeter Kaufpreis liegen – „in den astronomischen Summen“, die Eigentümer Günter Papenburg für die Wasserstadt-Grundstücke verlange und die unter anderem schon zu einem Absprung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Hanova geführt hatten. Kelich macht jedoch auch keinen Hehl daraus, dass auch er sich eine dichtere Bebauung in der Wasserstadt wünschen würde.

Wasserstadt: 2014 waren mehr Wohnungen geplant

Als 2014 neue Pläne für Hannovers aktuell zweitgrößtes Baugebiet bekannt wurden, war von mindestens 2200 Wohnungen für bis zu 5000 Menschen die Rede. Nach heftigen Protesten vor allem aus der Nachbarschaft und einer monatelangen Bürgerbeteiligung waren diese Zahlen jedoch auf 1800 Wohnungen für 3500 Menschen nach unten korrigiert worden.

„Wir hatten uns als SPD klar für die dichtere Bebauung positioniert. Das, was in der Bürgerbeteiligung herausgekommen ist, war für uns ein Kompromiss. Das ist Demokratie“, sagt Kelich, der sich angesichts der angespannten Lage auf dem hannoverschen Wohnungsmarkt und der weiter steigenden Preise aber vorstellen kann, „noch einmal über eine dichtere Bebauung in der Wasserstadt zu reden – allerdings nicht ohne Beteiligung der Bürgerinitiative“, stellt er klar.

Kein Verkehrskonzept: Bürgerinitiative gegen dichtere Bebauung

Uwe Staade von der Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer winkt jedoch ab. „Die hohen Preise liegen nicht an einer zu geringen Wohnungszahl, sondern an den Profitinteressen von Papenburg“. Die Bürgerinitative sei nicht grundsätzlich gegen eine dichtere Bebauung. „Aber es fehlt immer noch ein tragendes Verkehrskonzept. Die Wunstorfer Straße ist jetzt schon oft überlastet. Und so lange es dafür keine Lösungen gibt, kommen für uns auch nicht mehr Wohnungen in der Wasserstadt in Frage“.

Als weiteren Kostentreiber hatten die Investoren die besonders teuren Tiefgaragen angeführt, die in der Wasserstadt entstehen sollen. Zumindest, was die kommenden Bauabschnitte angeht, könnte die neue Stellplatzsatzung der Stadt Erleichterungen bringen. Sie soll noch im ersten Quartal 2020 beschlossen werden und hätte zur Folge, dass die Zahl der vorgeschriebenen Parkplätze für Autos drastisch reduziert werden könnte.

Die Wasserstadt Limmer gehört zur Zone B, in der die Zahl der Stellplätze von bisher standardmäßig einem Parkplatz pro Wohnung auf 0,6 reduziert würde. Je nach Anzahl der Sozialwohnungen sowie bei guten Verkehrskonzepten mit Carsharing sind sogar weitere Senkungen der Vorgaben möglich.

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Von Christian Bohnenkamp

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