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Meine Stadt Wird das noch was mit der Wasserkunst?
Hannover Meine Stadt Wird das noch was mit der Wasserkunst?
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18:47 21.07.2019
Noch verhüllt: Nach der Sanierung der Wasserkunst soll nach Jahrzehnten wieder die historische Backsteinfassade zu sehen sein. Quelle: Behrens
Hannover

Noch immer verbirgt sich hinter Zäunen, Gerüsten und Planen eines der bedeutendsten Technikdenkmäler Hannovers. Das auf dem Baustellen-Schild angekündigte Ende der Sanierung in 2018 ist längst verstrichen. Und auch 2019 wird diese keinen Abschluss mehr finden. „Wir gehen davon aus, dass im Laufe des Jahres 2020 alle Arbeiten einschließlich der Außenanlagen abgeschlossen werden können“, kündigt Stadtsprecher Udo Möller an.

Bleibt es bei diesem Zeitplan, wird die Sanierung fünf Jahre gedauert haben und erst dreizehn Jahre nach der Sperrung der Anlage aus Sicherheitsgründen zum Ende kommen. Notwendig war sie geworden, weil Teile davon im Laufe der Jahre verrottet waren. Viele befürchteten bereits, dass sie nicht mehr zu retten sein würde.

Sanierung kostet gut vier Millionen Euro

Diese Sorge ist mittlerweile vom Tisch. Allerdings wurde die mit gut vier Millionen Euro kalkulierte Sanierung aufwendiger, als die Stadt zunächst gedacht hatte. Sie musste neu planen. Schon bald stellte sich heraus, dass die für 2017 vorgesehene Wiedereröffnung nicht zu schaffen war. Schwierigkeiten machte auch das Hochwasser, weil dadurch größere Mengen Schlamm in das Gebäude gespült wurden.

Laut Stadtsprecher Möller laufen die Arbeiten an der Wasserkunst mittlerweile jedoch „auf Hochtouren und planmäßig“. Derzeit würden im Inneren die großen Holz-Wasserräder saniert, anschließend seien die Böden an der Reihe. Noch im Juli sollen die Gerüste an der Front abgebaut werden. Dann werde auch die historische Backsteinfassade zum Vorschein kommen. Sie soll gleich mit einem Graffitischutz versehen werden.

Historische Backsteinfassade soll zum Vorschein kommen

Vor der Sanierung war die Wasserkunst weiß gestrichen. Dem originalen Zustand entspricht das jedoch nicht. Deshalb hat sich die Stadt entschlossen, die historische Fassade aus dem 19. Jahrhundert mit ihren gelblichen und rötlichen Ziegeln wieder zum Vorschein zu bringen.

Noch immer voll funktionsfähig ist die Technik der Wasserkunst in Herrenhausen. Allerdings musste sie dringend saniert werden. Das wurde komplizierter, als ursprünglich gedacht.

Die erste Wasserkunst in Herrenhausen war ab 1720 im Einsatz. Acht Wasserräder trieben 40 Pumpen an und brachten die Fontäne im Großen Garten auf eine Höhe von 35 Metern – damals in Europa Rekord. Damit konnte sogar Versailles nicht mithalten. Die Fundamente von Teilen der ursprünglichen Wasserkunst, die sogenannte Wehranlage, sind noch zu sehen. Die Sandsteinmauern wurden um 1740 errichtet und stehen noch auf den ursprünglichen Eichenpfählen, die ins Wasser gerammt wurden. Um 1770 kam noch eine Schleuse hinzu. Diese historische Anlage ist schon im Vorfeld der Expo 2000 saniert worden.

Die barocken Wasserräder und Pumpen wurden um 1860 komplett erneuert. Sie sind funktionsfähig und regulieren den Wasserstand der Graft, die den Großen Garten umgibt. Gebaut wurden sie von der Firma Egestorff, der späteren Hanomag. Gemeinsam mit dem damals errichteten Gebäude sieht die Stadt darin „ein Technikdenkmal von nationaler Bedeutung“.

Von Von Christian Bohnenkamp und Verena Koll

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