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Meine Stadt Waspo über das Stadionbad: „Eine Katastrophe!“
Hannover Meine Stadt Waspo über das Stadionbad: „Eine Katastrophe!“
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20:28 10.09.2019
Waspo im Spiel gegen Pro Recco – das Bild stammt aus dem Juni. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Wenn Bernd Seidensticker auf den Sanierungsfall Stadionbadangesprochen wird, dann regt das den Präsidenten der Wassersportfreunde von 1898 (Waspo) auf. „Das ist eine Katastrophe, was sich da abspielt“, poltert er und schlägt in Anlehnung an die Hamburger Elbphilharmonie vor, deren zahlreiche Probleme in der Bauphase lange für Spott gesorgt hatten: „Sollen sie doch aus dem Stadionbad eine Philharmonie machen.“

Das meint Seidensticker natürlich nicht ernst. Sein Verein braucht das Stadionbad genauso dringend wie viele weitere Schwimmvereine der Stadt. Statt am 23. August wieder mit dem Training im Bad am Maschsee beginnen zu können, müssen die Schulen und Vereine erst einmal bis zum 7. Oktober warten, dann soll es wieder losgehen. „Und das muss es auch“, sagt Seidensticker. „Am 9. Oktober haben wir die erste Champions-League-Partie.“ Die Wasserballer spielen dann gegen Budapest. Soweit der Präsident weiß: im Stadionbad. Andere Informationen hatte er am Dienstag noch nicht. „Wenn wir da nicht reinkönnen“, betont er aber, „weiß ich nicht, wohin.“

Ratlosigkeit auch beim DLRG

Das weiß auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) noch nicht. Sie hat vom 10. bis 13. Oktober zur Deutschen Mehrkampf-Meisterschaft der Rettungsschwimmer nach Hannover eingeladen. 1300 bis 1400 Sportler aus der ganzen Bundesrepublik sollen sich dann im Stadionbad messen. „Ob wir die Meisterschaft nun in Hannover austragen können, wissen wir noch nicht“, bedauerte Achim Wiese am Dienstag, er ist Sprecher des DLRG-Präsidiums. Für Donnerstag habe die Stadt einen Ortstermin angesetzt, dann entscheide sich, ob die Veranstaltung durchgeführt werden könne, ob sie eingeschränkt oder abgesagt werden müsse. Vorsichtshalber habe die DLRG schon bei der Bundeswehrsportschule in Warendorf angefragt, um im Notfall dorthin ausweichen zu können.

„Das wäre wirklich eine Katastrophe

Weil die DLRG-Schwimmkurse bis zum 7. Oktober noch ruhen, wenden sich schon Eltern „ungehalten“ an Thorsten Heuer, den Bezirksleiter der DRLG Hannover. Er findet aber: „Die Zeit bis Oktober muss man der Stadt schon zugestehen, um die Sicherheit des Bades zu gewährleisten.“ Falls das Bad allerdings für zwei Jahre geschlossen werden müsste, „wäre das wirklich eine Katastrophe“. Dennoch versucht er, gelassen zu bleiben: „Noch bin ich nicht panisch. Seit Dienstag sind wir in Gesprächen mit der Stadt, und bisher haben wir noch immer eine Lösung gefunden.“

Auf eine Lösung hofft auch Mike Finke, der Vorsitzende des Landeselternrats. Die Elternvertretung habe natürlich ein Interesse daran, dass der Lehrplan Sport erfüllt werden könne. Und zu diesem Lehrplan gehöre auch das Schulschwimmen.

Von Verena Koll

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