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Meine Stadt Warnstreik bei der Postbank: Einige Filialen bleiben geschlossen
Hannover Meine Stadt Warnstreik bei der Postbank: Einige Filialen bleiben geschlossen
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16:10 27.09.2019
Arbeitskampf in Hannover Quelle: Die Gewerkschaft Verdi hat Postbank-Angestellte zum zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Der Betrieb in den Filialen ist am Freitag und am Samstag eingeschränkt.
Hannover

Im Tarifstreit bei der Postbank lässt die Gewerkschaft Verdi die Muskeln spielen. Das bekommt am Freitag und Samstag nicht nur die Arbeitgeber-Seite, sondern auch der Kunde in Hannover zu spüren. Etliche Angestellte beteiligen sich an einem zweitägigen Warnstreik, in den Filialen und beim Call-Center-Service kommt es zu massiven Einschränkungen, einige Filialen bleiben geschlossen. An einer Demo mit Kundgebung in der Innenstadt beteiligten sich am Freitag laut Gewerkschaft 700 Postbank-Mitarbeiter aus ganz Niedersachsen und Bremen.

Trillerpfeifen und Sprechchöre, Fahnen und Transparente – in Stimmung brachten sich die Streikenden am Vormittag auf dem Georgsplatz vor der Deutschen Bank, zu der auch die Postbank gehört. Verdi hatte die Tarifverhandlungen Mitte September für gescheitert erklärt. Die Arbeitgeber boten zuletzt nach Gewerkschaftsangaben ein Prozent mehr Gehalt an, was man als „pure Provokation“ bezeichnete. Verdi ging mit der Forderung nach sieben Prozent in die Verhandlungen, mindestens aber 200 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. „Außerdem fordern wir die Option, die Gehaltssteigerung in Freizeit umwandeln zu können. Insbesondere in den Call-Centern sind die Mitarbeiter aufgrund von Personalkürzungen total überlastet. Da muss ein Ausgleich her“, sagt Verdi-Landesfachbereichsleiter Jörg Reinbrecht.

Ansage Richtung Arbeitgeber: Das Angebot von einem Prozent mehr Lohn bezeichnet Verdi als „pure Provokation“. Quelle: Frank Wilde

Filialen in Linden, Vahrenwald und Langenhagen geschlossen

Die rund 700 Streikenden zogen am Freitagmorgen vom Georgsplatz vor die Postbank in der Brüderstraße, wo eine zweite Kundgebung stattfand. „Dieser Arbeitgeber versteht scheinbar nur eine Sprache – Druck. Dann soll er ihn bekommen“, so Reinbrechts klare Ansage in Richtung Deutsche Bank. Druck, der nun auch öffentlich gemacht wird. Am Freitag und am Samstag müssen sich Postbank-Kunden auf lange Warteschlangen einstellen. Durch Post-Mitarbeiter mit Beamtenstatus, die sich nicht an Streiks beteiligen dürfen, wird der Betrieb in den Filialen zwar weitestgehend aufrecht erhalten. Dennoch kommt es zu massiven Einschränkungen. Die Filialen in der Melanchthonstraße (Vahrenwald), der Niemeyerstraße (Linden-Mitte) und in Lagenhangen bleiben sogar ganz geschlossen, telefonisch ist ohnehin kein Standort zu erreichen. Per Bandansage heißt es, dass der Service aufgrund des Streiks nicht zu Verfügung steht.

Verdi zeigt sich jedenfalls weiter streit- und streikwillig. Sollte es bis zum Ende der aktuell stattfindenden Urabstimmung über einen unbefristeten Streik Ende kommende Woche weiterhin „keine Kompromissbereitschaft des Arbeitgebers“ geben, müssten die Postbank-Kunden laut Gewerkschaft mit weiteren erheblichen Einschränkungen rechnen.

Deutsche Bank im Umbruch

Die Deutsche Bank, zu der die Postbank gehört, baut derzeit radikal um. Spekuliert wird über Einschnitte im Filialnetz und einen neuen Standort für die Bonner Postbank-Zentrale. Der Konzern hatte nach einigem Hin und Her im Frühjahr 2017 entschieden, die Postbank nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern. In Neustadt machten jüngst Gerüchte um eine Schließung der Postbank-Filiale Am Walle die Runde. Während der Öffnungszeiten blieb sie mehrfach geschlossen. Laut Unternehmen seien unerwartet viele Krankheitsfälle der Grund gewesen. Eine Schließung sei nicht geplant.

Von André Pichiri

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