Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Warm-UP-Party macht heiß auf Europawahl
Hannover Meine Stadt Warm-UP-Party macht heiß auf Europawahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:58 24.05.2019
Viele junge Frauen und Männer stimmen sich bei guter Musik auf die Europawahl ein. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Selten zuvor wurde bei elektronischer Musik so intensiv über die Politik der Europäischen Union (EU) diskutiert: Einige Hundert kamen am Freitag-Nachmittag zur Warm-Up Party, die im Rahmen der Initiative #europamith auf die Europawahl am Sonntag aufmerksam machen sollte.

20 Djs sorgten auf dem Trammplatz für gute Stimmung und schickten ihre Vision von Europa durch die Lautsprecher an das Publikum. Die Gäste konnten sich zudem vom Graffitikünstler „El Piti“ einen ganz individuellen Europa-Beutel kreieren lassen.

„Das ist eine coole Veranstaltung, besonders weil man direkt nebenan wählen kann“. sagt Daniel (21). Er hat kurz zuvor seine Stimme im Neuen Rathaus abgegeben. Dort konnte bis 18 Uhr jeder seine Briefwahlunterlagen abholen und direkt ausfüllen. Für ihn steht Europa für „Vielfalt, Reisefreiheit und offene Grenzen.“

„Die EU muss radikaler werden“

Auch Jemima Rosinski (18) und Lana Hageböke (19) wollen am Sonntag zum ersten Mal ihre Stimme für das Europäische Parlament abgeben. „Europa hat dafür gesorgt, dass wir auf dem Kontinent Frieden haben“, ist Rosinski überzeugt. Doch was muss sich ändern? Die beiden jungen Frauen wünschen sich mehr Mehrheitsentscheidungen in der Europäischen Union. Nicht so häufig sollen wie bislang etwa in der Außen- und Sicherheitspolitik die Beschlüsse einstimmig unter allen Mitgliedsstaaten gefällt werden. „Und beim Klimaschutz muss die EU radikaler werden und ihre Ziele einhalten“, fordert Rosinski.

Andreas Schmidt (41) wird am Sonntag ebenfalls an die Urne treten, obwohl er überzeugt ist, dass seine Wahl nicht viel ändern wird. „Aber am Ende zählt dann doch jede Stimme.“, meint er. Für ihn ist noch immer viel zu viel Nationalismus in der EU. Entscheidungen müssten noch zentralisierter getroffen werden.

„Wie eine große Familie“

Leonard Schreiber (18) stimmte sich gemeinsam mit seinem Kumpel Rajveer (18) aus Indien auf die Europawahl ein. „Der Zusammenhalt ist mir wichtig. Europa ist für mich eine große Familie“, sagt Schreiber. Er darf am Sonntag seine Stimme abgeben, sein Freund ist nicht wahlberechtigt. „Die EU macht die Mobilität zwischen den Staaten viel schneller. Dass überall englisch gesprochen wird, müsste aber verbindlicher werden“, meint Rajveer.

Von Sascha Priesemann

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Aufstehen gegen Judenfeindlichkeit: Das Bündnis „Gegen jeden Antisemitismus“ veranstaltet am Montag eine Kundgebung am Kröpcke.

24.05.2019

Streik im Einzelhandel: Laut Verdi haben 300 Mitarbeiter der City-Kaufhäuser ihre Arbeit niedergelegt. Die Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof kämpfen gegen Kahlschlag.

25.05.2019

Sie wollen die Europawahl zu einer Schicksalswahl für das Klima machen. Europaweit sind am Freitag Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene auf die Straße gegangen. In Hannover waren rund 10 000.

24.05.2019