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Meine Stadt WM in Hannover: Die Polen sind die größten!
Hannover Meine Stadt WM in Hannover: Die Polen sind die größten!
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00:20 01.07.2018
OLÉ: So erlebten Spanier in Hannover das aus ihrer Sicht erfolgreiche  EM-Finale 2016 gegen Deutschland im Ahrbergviertel.
OLÉ: So erlebten Spanier in Hannover das aus ihrer Sicht erfolgreiche EM-Finale 2016 gegen Deutschland im Ahrbergviertel. Quelle: Foto: Simonsen
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HANNOVER

Die Region Hannover im Spiegel der WM: Mehr als eine Million, genauer: 1 010 465 Personen mit deutschem Pass leben in der Region, davon 443 910 in Hannover und 566.564 in den 20 anderen Städten und Gemeinden – und 46 389 Personen mit Hauptsitz hier haben die Staatsangehörigkeit von einem der 31 anderen Teilnehmerländer der heute startenden Fußball-WM in Russland. Das haben die Statistiker der Regionsverwaltung erkundet. Die größte Ausländergruppe der WM-Teilnehmer stellen die Polen, von denen 16 606 in der Region heimisch sind, gefolgt von den Russen, von denen 2992 in der Landeshauptstadt leben und 1702 verteilt auf das Umland (alle Angaben beziehen sich auf Menschen, die keinen deutschen Pass haben, also ohne doppelte Staatsangehörigkeiten). Laut Statistik stieg die Zahl hier lebender Polen mit Hauptwohnsitz – deren Feierlaune nach dem Ausscheiden ebenso dahin sein dürfte wie die der Deutschen - binnen zehn Jahren von 8809 auf 16 644 zum vergangenen Jahresende.

Wären die Italiener dabei, stellten sie mit 6006 die zweitgrößte Gruppe. Außerhalb Hannovers stellen die 1786 Serben, deren Team auch raus ist, die zweitgrößte WM-Teilnehmer-Gruppe, verteilt auf 20 Kommunen, wo sie wiederum in acht Städten die zweitgrößte Gruppe stellen. Die meisten leben in Garbsen (300) und Langenhagen (270). Die „Polenhochburgen“ heißen Garbsen (1195) und Langenhagen (999).

In 43 von 51 Stadtteilen der Landeshauptstadt bilden die Polen die stärkste Gruppe. Die meisten leben in den bevölkerungsstarken Stadtteilen Groß-Buchholz (683), Bemerode (508), Misburg-Nord (445) und Vahrenwald (413).

In den Stadtteilen Calenberger Neustadt, Linden-Nord und Linden-Süd könnte vor allem bei Spielen der spanischen Nationalmannschaft gefeiert werden. Hier stellen Spanier mit 74 (Calenberger Neustadt) bis 168 Personen (Linden- Nord) die stärkste Gruppe eines WM-Teilnehmerstaates. Mehr Spanier leben freilich in der List (237), in Vahrenwald (192) und Linden-Süd (172), doch stellen sie hier nicht die zweitstärkste Gruppierung. Eine Vollversammlung der Fans von Panama mit entsprechendem Pass dürfte freilich in einem normalen Wohnzimmer stattfinden können – zuletzt Donnerstagabend, wo das Team vor seinem Abflug noch auf Tunesien traf, das ebenfalls die Heimreise antreten musste: Die Statistik verzeichnet nur neun Panamesen, von denen sechs auch Deutsche sind und sieben in der Landeshauptstadt wohnen. Immerhin leben hier 1086 Tunesier, die Nordafrikaner sind somit die achtgrößte Gruppierung.

Am Donnerstagnachmittag wurde noch geklärt, welche beiden Teams des Trios Senegal (98 Regionsbewohner), Kolumbien (249) oder Japan (358) in die K.O.-Runde schaffen – jene Gruppe, wo Polen auf jeden Fall raus ist. Ergebnis: Senegal fährt nach Hause.

Übrigens haben 53 613 hier wohnende Menschen neben der deutschen noch eine zweite Staatsbürgerschaft, am häufigsten kommt auch das bei Polen und Russen vor. Zu den oben genannten kommen 22 401 (deutsch, polnisch) und 12 194 (deutsch, russisch) hinzu.

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Von Ralph Hübner