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11:26 14.06.2018
Zum Themendienst-Bericht vom 1. Juni: Fernsehen mit Verzögerung: Beim Digital-TV fallen Tore auf manchen Bildschirmen ein paar Sekunden früher. (Die Veröffentlichung ist für dpa-Themendienst-Bezieher honorarfrei.) Foto: Monique Wüstenhagen Quelle: dpa-tmn
HANNOVER

Die digitale Welt hat das Volk der Fußballfans gespalten – das wird regelmäßig dann überdeutlich, wenn wieder ein Großereignis wie Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft anstehen. Also ab Donnerstag. Denn dann werden sich die einen wundern, warum sie etwa Torjubel aus der Nachbarschaft hören, während auf ihrem Bildschirmgerät sich Nationaltorwart Manuel Neuer gerade den Ball zum Abstoß zurechtlegt. Von wegen Live-Übertragung: Je nach Art des Übertragungswegs und der Signalverarbeitung kann es da Lücken von fast einer Minute geben - das hat das Computerfachmagazin „c’t“ in Hannover festgestellt.

Sat hat die Nase vorn

Das Fachblatt des Heise-Verlags hat die gängigen Empfangsmöglichkeiten untersucht – vom Satellitensignal übers Kabel-TV bis hin zu Streams aus dem Internet für spezielle Apps oder aus Mediatheken. Die Messungen ergaben: Wer sein Signal per Satellit in „traditioneller Auflösung“, also noch in SD empfängt, hat eine Übertragungsverzögerung von etwa 4,5 Sekunden zum Ereignis in Russland. Das ist die schnellste TV-Variante im Land. Eine halbe Sekunde später ist das schärferer HD-Bild per Satellit da, per Kabelanschluss kommen etwa vier bis sieben Sekunden drauf (auch hier ist SD schneller als HD). Wer per Telekom-Paket „Entertain“ via zugehörigem Receiver schaut, kann mit bis zu 8,5 Sekunden Aufschlag rechnen. Das über Antennen empfangbare DVB-T2 HD ist bei der ARD in Hannover deutlich langsamer unterwegs als beim ZDF: gut viereinhalb gegenüber etwa zweieinhalb Sekunden Abstand zum schnellsten Sat-Signal. Beim Telekom-Angebot jedoch ist die ARD in allen Varianten etwas schneller als das ZDF.

Dabei senden ARD und ZDF unverschlüsselt – der Zeitaufwand dafür und fürs entschlüsseln auf dem Gerät fällt also weg. Allerdings gilt hier: Mit dem Zweiten sieht man schärfer im Web – denn Das Erste liefert per Internet-Live-Stream keine HD-Auflösung.

Richtig langsam: Streaming

Richtig lange warten muss dagegen, wer die Fußball-WM über Internet-Streaming verfolgt, sei es daheim am PC, über eine der Apps zum TV oder aufs Display geleitet oder von unterwegs mit Handy oder einem anderen Mobilgerät.

Die Zusatzgeräte für den Fernsehapparat wie Amazons FireTV, Chromcast von Google oder AppleTV erhalten ihr Signal vom heimischen Funknetz (WLAN). In Verbindung mit Anbietern wie Waipu, Zattoo und Magine kommt das Fußballspiel auf den Bildschirm – aber es dauert: Waipu hinkte mit 25 bis 30 Sekunden hinterher, hat das laut c’t inzwischen nachgebessert, auf noch knapp über zwei Sekunden. Die Mediatheken unter AppleTV und FireTV sowie die Ansicht via Internetbrowser mit einem Handy (Betriebssystem Android) lagen im Test gar zwischen 46 und gut 54 Sekunden zurück.

Die c’t-Redaktion empfiehlt daher: „Wer die WM Zuhause im stillen Kämmerlein streamt, setzt am besten einen Noice-Cancelling Kopfhörer auf“ – also einen, der Geräusche von außerhalb unterdrückt, falls die Jubelwelle schon anrollt.

Richtig schnell: Ultrakurzwelle

Wer wirklich dicht dran sein will am Live-Moment, sollte freilich UKW-Radio hören – das ist immer noch schneller als das über 36 000 Kilometer über uns schwebende Satelliten gelenkte Bildfunksignal, obwohl das mit nahezu Lichtgeschwindigkeit (300 000 km/h) geschieht.

Von Ralph Hübner

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