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Meine Stadt WLAN in Bus und Bahn: Üstra macht Tempo
Hannover Meine Stadt WLAN in Bus und Bahn: Üstra macht Tempo
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00:19 29.10.2018
Sollen ans Netz: Die Bahnen und Stationen der Üstra. Ab 2021 soll es dort W-Lan geben. Quelle: Surrey
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Hannover

Die Üstra drückt aufs Tempo in Sachen WLAN. Zwei Förderanträge hat sie bereits für das Projekt eingereicht und will das erste Verkehrsunternehmen in Deutschland sein, das frei verfügbares Internet in allen Bussen und Bahnen anbietet. 2020 soll es in den Bussen kommen, 2021 an allen Stadtbahnstationen sowie in sämtlichen Zügen, so das Ziel.

Dem Aufsichtsrat hat die Üstra über die neuen Details zum Vorhaben bereits berichtet. Die Kosten beziffert sie auf 5,6 Millionen Euro. „Wir hoffen, dass wir die Hälfte davon über Förderung vom Bund bekommen“, sagt Üstra-Sprecherin Katja Raddatz.

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Zwei Förderanträge laufen schon

Kommen soll das Geld aus dem Topf „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 – 2020“, den der Bund für Kommunen aufgelegt hat, die von Dieselfahrverboten bedroht sind. Ein weiterer Förderantrag läuft bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG).

Auch mit Förderung werde es „ein sehr teures Projekt. Wir werden auch auf politische Unterstützung angewiesen sein“, sagt Sprecherin Raddatz. Für die Üstra habe das Projekt „oberste Priorität“. Es ist Teil der Zukunfts- und Kundenoffensive, die Vorstandschef Volkhardt Klöppner angekündigt hat. Sollte es nicht klappen mit den Fördermitteln, „müssten wir uns andere sinnvolle Lösungen überlegen, um das zu finanzieren“, so Raddatz.

Ziel: WLAN in Bussen ab 2020, in Bahnen 2021

Mittlerweile hat die Üstra auch einen konkreten Plan, wie sie das Projekt technisch umsetzen will. In den Bussen geht das relativ einfach. Der Funk wurde schon entsprechend umgerüstet. Deshalb könnte dort WLAN schon 2020 kommen.

WLAN in den Bahnen soll sichergestellt werden, indem sämtliche Haltestationen mit Sendern ausgestattet werden. Sie sollen auch so auf die Stadtbahnstrecke abstrahlen, dass die Nutzer lückenlosen Empfang haben. In den Bahnen selbst müssen dann keine Sender installiert werden. Eine „sehr innovative Technik“ sei das, versichert Raddatz.

Auch im neuen Masterplan für nachhaltige Mobilität, den die Stadt der Politik vorgelegt hat, genießt das Vorhaben eine hohe Priorität.

Von C. Bohnenkamp