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Meine Stadt Virtuelles Farming ist der Renner auf der Agritechnica
Hannover Meine Stadt Virtuelles Farming ist der Renner auf der Agritechnica
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17:29 16.11.2019
BAUER SUCHT SPANNUNG: Auf der Agritechnica kämpfen E-Sportler bei dem Computer-Spiel „Landwirtschafts-Simulator“ um ein hohes Preisgeld. Foto: Quelle: Wallmüller
HANNOVER

Hoch konzentriert sitzen die drei Spieler des Teams „Landeier“ vor ihren PC´s. Wie Fußballspieler tragen sie Trikots. Ihr körperlicher Einsatz ist aber nur auf die manuelle Geschicklichkeit beschränkt. Sie müssen virtuell ein Getreidefeld abernten, das Korn ins Silo füllen und die Strohballen auf über ein Förderband in den Schuppen befördern. Hunderte von Menschen schauen den E-Sportlern zu. Sie können das Geschehen auf einer großen Leinwand verfolgen. Als die „Landeier“ das Team „Claas“ mit 820 zu 642 Punkten besiegen, brandet am Sonnabend großer Applaus auf.

>>> Mehr zur Agritechnica: Massive Kritik am Messestandort Hannover

Im Pavillon 32 zeigt sich die Agritechnica von ihrer spielerischen Seite. Das Computerspiel „Landwirtschafts-Simulator“ ist laut der Schweizer Firma „Giants Software“ eines der beliebtesten Computerspiele weltweit. Nicht „Bauer sucht Frau“, sondern „Bauer sucht Spannung“ heißt das Motto.

E-Sportler kämpfen um Preisgeld

Am Sonnabend ging es bei der Agritechnica um viel Geld. 150 Teams kämpfen im Rahmen der „Farming Simulator League“ um den Sieg. Den Sieger erwartete eine Prämie von 12 000 Euro. Selbstverständlich zieht das Computer-Spiel auch die ganz jungen Besucher in seinen Bann. Alexander (14) stammt aus der Nähe von Münster. Er ist schon selber Trecker gefahren – in der Realität. Trotzdem lenkt er auch gerne virtuell: „Es macht einfach Spaß.“

Digitalisierung und Landwirtschaft haben einen wichtigen gesellschaftlichen Hintergrund. „Wir haben ein unglaubliches Angebot an Innovationen“, sagt Reinhard Grandke, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft. Er sieht die Landwirtschaft als Innovationstreiber. Bereits vor 20 Jahren sei auf der Agritechnica das autonome Fahren vorgestellt worden.

Nun steht die Landwirtschaft vor ganz anderen Herausforderungen. Sie heißen Klima- und Artenschutz. Kohlendioxid-Verbrauch, Mineraldünger-Einsatz, Artenvielfalt: Ein naturschonender Einsatz von Dünger und Kraftstoffreduzierung ist ohne digitale Technik nicht mehr möglich.

Mangelnde Netzabdeckung als Investionshemmnis

Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? „72 Prozent der Hersteller betrachten die mangelnde Netzabdeckung, also 5 G, als Investitionshemmnis“, sagt Bernd Scherer, Chef des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer. Dabei gebe es eine große Nachfrage bei den Landwirten nach digitalen Lösungen.

An so etwas denkt Nils (9) aus der Nähe von Höxter (Nordrhein-Westfalen) noch nicht. Er mag den „Landwirtschafts-Simulator“ im Pavillon 32. „Das Spiel entwickelt sich immer weiter, es wird immer realistischer“, sagt er. Zuhause könne er es leider nicht spielen, weil sein Computer zu alt sei.

Von Thomas Nagel

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