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Meine Stadt Verkehrswende als Lackmustest für grünen OB Onay
Hannover Meine Stadt Verkehrswende als Lackmustest für grünen OB Onay
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18:52 22.11.2019
Mit Kette: Belit Onay (Grüne), Hannovers neuer Oberbürgermeister, tritt sein Amt an. Quelle: Sina Schuldt/dpa
Hannover

Wie das Amt den Menschen doch verändert! Da steht der Grüne aus der Nordstadt vor seinem Dienstzimmer – kerzengerade, dunkler Anzug, helle Krawatte, die goldene Amtskette um den Hals und geradezu staatsmännisch. Gestatten, Belit Onay, der erste grüne Oberbürgermeister Hannovers. Stolz sieht er aus, er darf es sein.

Denn auch wenn das Klima im Land gerade so grün ist wie nie zuvor, so ist diese OB-Wahl doch auch Onays persönlicher Erfolg. Zeit, sich darauf auszuruhen, bleibt dem neuen OB allerdings nicht. Im Gegenteil: Jetzt fängt die Arbeit richtig an. Hannover braucht den Klimawandel in vielerlei Hinsicht: im Rathaus, in der Verwaltung und nicht zuletzt auf den Straßen. Die angestrebte Verkehrswende wird für Belit Onay zum Lackmustest seiner Politik werden.

Grundlegende Veränderungen können aber leider schwierig sein. Das erleben wir in Niedersachsen gerade am Beispiel der Energiewende. Dass Windenergie eigentlich zukunftsfähig ist, steht außer Frage. Aber sobald Windräder in Sichtweite kommen, verweht die Freude an der Windenergie in Windeseile.

Es ist gerade populär, grün zu fühlen und zu wählen. Grün zu handeln, bedingt aber auch die Bereitschaft zum Verzicht und die Fähigkeit, sich von lieb gewonnenen Gewohnheiten zu verabschieden. Wie grün Hannover wirklich ist, wird die Zukunft zeigen.

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Von Bodo Krüger

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