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Meine Stadt Polizei geht erneut gegen Auto-Poser-Szene vor
Hannover Meine Stadt Polizei geht erneut gegen Auto-Poser-Szene vor
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14:41 28.01.2019
HINGESCHAUT: Am Wochenende hat die Polizei in Hannover wieder die Auto-Tuner  und -Poser-Szene im Blick gehabt (Symbolbild).
HINGESCHAUT: Am Wochenende hat die Polizei in Hannover wieder die Auto-Tuner und -Poser-Szene im Blick gehabt (Symbolbild). Quelle: dpa
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Hannover

Am vergangenen Wochenende hat die Polizei in Hannover erneut diverse Pkw kontrolliert und zahlreiche Verstöße geahndet. Bei den innerstädtischen Kontrollen legten die Polizisten wieder ein besonderes Augenmerk auf die Fahrer von leistungsstarken Fahrzeugen. 46 Fahrzeuge wurden dabei überprüft und so 21 Verstöße festgestellt.  

Schalldämpfer ausgebaut

Bei zehn Wagen war durch Veränderungen an den Fahrzeugen (etwa an der Abgasanlage oder durch folieren von Rückleuchten) die Betriebserlaubnis erloschen, so dass die Insassen ihren Weg zu Fuß fortsetzen mussten. Zwei Autobesitzer hatten gar die Schalldämpfer aus ihren Fahrzeugen ausgebaut, damit diese „kräftiger“ klingen.

Im Rahmen der Überwachung wurden auch fünf Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und geahndet. „Spitzenreiter“ war ein VW-Fahrer, der mit seinem Golf auf der Straße Großer Kolonnenweg mit 87 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs war. Ihn erwarten ein Bußgeld von mindestens 160 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot.

Gefährderansprache der Polizei

Zehn weitere erhielten aufgrund ihres gezeigten „Poser-Verhaltens“ - sie hatten etwa ihre Fahrzeuge unnötig laut aufheulen lassen - eine sogenannte Gefährderansprache, wodurch ihnen nun bei erneuten derartigen Feststellungen eine Untersagung der Weiterfahrt droht.

Bei ähnlichen Kontrollen in den vergangenen Wochen waren laut Polizei wiederholt Lärmbelästigung durch Fahrzeuge in der Innenstadt festgestellt worden. Dabei hätten ihre Experten immer wieder Autofahrer ertappt, die Schalldämpfer der Abgasanlagen oder sogar Katalysatoren entfernt hatten, damit ihre Fahrzeuge lauter werden und dadurch leistungsstärker klingen. Beim Ausbau von Katalysatoren leitet die Polizei ein Strafverfahren ein, da die Emissionswerte verändert werden und somit ein Verstoß gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz vorliegt.

Soundgenerator für mehr Lautstärke

Ein weiterer Fahrzeughalter hatte laut Polizeiangaben einen illegalen Soundgenerator in seinem Wagen verbaut, der - je nach Drehzahl - das Motorgeräusch verändert, damit sein Auto nach einem PS-starken Boliden klingt. Er durfte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem er das Gerät deaktiviert hatte.

Die Polizeidirektion Hannover will auch künftig Kontrollen in der Innenstadt durchführen, um die Lärmbelästigung durch Fahrzeuge einzudämmen.

Von rahü