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Meine Stadt Verdacht auf Korruption bei Regiobus
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00:24 21.05.2018
Elke van Zadel
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hannover

Die Politik forderte jüngst „vorbehaltlose Aufklärung“. Jetzt räumt die Regiobus GmbH zumindest Fehler bei einer Auftragsvergabe ein. Hinweise auf „Korruption“ gebe es aber nicht, sagen die Regiobus-Chefinnen, Regina Oelfke und Elke van Zadel. Nach NP-Informationen genügt allerdings nicht mal der Vertrag den üblichen Anforderungen.

Es geht um die Beauftragung einer Sicherheitsfirma von 2015 bis 2018. „Bei der Vergabe der Bewachungsleistungen für die Betriebshöfe liegt wohl eine unzulässige Direktvergabe vor“, teilte Unternehmenssprecher Tolga Otkun mit.

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Der Gesamtbetriebsleiter und Prokurist (52) von Regiobus hatte 2015 offensichtlich im Alleingang die Security-Firma beauftragt. Auslöser war ein Großbrand auf dem Betriebshof in Eldagsen. Dort ist der Manager in Personalunion Betriebsleiter. Die Leistungen der Sicherheitsfirma hatten von 2015 bis 2018 nach NP-Informationen einen Umfang von 625 000 Euro.

Darüber hinaus wollte der Gesamtbetriebsleiter einen ehemaligen Mitarbeiter der Security-Firma auf dem Betriebshof Eldagsen zu seinem Stellvertreter machen. Die Geschäftsführung hat das Einstellungsverfahren mittlerweile gestoppt. Offiziell heißt es, das Besetzungsverfahren ruhe, weil man die „Standorte überplane“.

Verdacht auf Vetternwirtschaft? „Aktuell liegen keine konkreten Anhaltspunkte oder Verdachtsmomente vor, um im Zusammenhang mit den Beauftragungen von einem korruptem Verhalten der Beteiligten auszugehen“, teilt das Unternehmen mit. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass der Gesamtbetriebsleiter die Leistungen der Security-Firma all die Jahre nicht dokumentierte. Er sei Anfang April 2018 der „unmittelbaren Bitte der Geschäftsführung nachgekommen, die Abläufe nachträglich zu dokumentieren“. Der Mann scheint ein sehr gutes Gedächtnis zu haben. Denn: „Das Ergebnis konnte weitestgehend zur Aufklärung der Sachverhalte beitragen“, teilte die Regiobus mit.

Das ganze Verfahren bleibt mysteriös. Regiobus erklärte, dass es Befragungen und Sichtungen zu diesem Thema gegeben habe. Betriebsintern ist sogar von einer „Durchsuchung“ des Büros des Gesamtbetriebsleiters in Eldagsen die Rede – und zwar als er dienstlich in der Regiobus-Zentrale in Hannover zu tun hatte.

Die erste Frage der NP nach den Ergebnissen dieser Nachforschungen blieb unbeantwortet. Eine weitere Nachfrage ergab folgende Antwort: „Es gab keine weiteren Ergebnisse mangels vorhandener schriftlicher Dokumentationen der Beauftragungen.“

Der Manager steht seit Monaten wegen seines Verhaltens in der Kritik. Er hatte eine stille Teilhaberschaft an einem Subunternehmer der Regiobus. Der Prokurist hatte verschleierte Zahlungen des Subunternehmers erhalten. Nach wie vor fährt dieser Busunternehmer auf dem Betriebshof in Eldagsen.

Von Thomas Nagel

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