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Meine Stadt VWN-Mitarbeiter stiehlt tausende Putzlappen und Handschuhe
Hannover Meine Stadt VWN-Mitarbeiter stiehlt tausende Putzlappen und Handschuhe
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18:19 31.07.2019
Tatort VWN-Werk: Ein Mitarbeiter hat dort Putzlappen und Handschuhe im Wert von 6000 Euro gestohlen. Quelle: dpa
Hannover

Auf diese Idee muss man erstmal kommen: Zusammen mit einem Freund (35) hat ein früherer Logistikmitarbeiter (56) im Werk von VW Nutzfahrzeuge in Stöcken Putztücher und Handschuhe im Wert von mehr als 6000 Euro gestohlen. Doch der Diebstahl blieb nicht unbeobachtet. Denn die Werkssicherheit hatte an jenem Tag im Dezember 2016 alles beobachtet. Nun fanden sich die beiden Freunde zusammen mit zwei weiteren Männern vor dem Amtsgericht wieder.

Der Vorwurf: Die Vier sollen gemeinschaftlich die Utensilien entwendet haben. Doch beim Prozess stellte sich heraus, dass die beiden anderen nicht an der Tat beteiligt waren. Sie wurden später freigesprochen.

„Ich habe eine riesen Dummheit gemacht“

Anders sah das beim Lagerarbeiter aus. Der Mann verstaute in Halle 44 des Werksgeländes die 60 Rollen Putzlappen im Wert von 510 Euro und die 24 Kartons mit insgesamt 3456 Paar Handschuhen für 5633 Euro auf zwei Europaletten. Die umwickelte er mit schwarzer Folie und fuhr mit einem Gabelstapler zur Halle 23. Dort wartete der Freund im Lieferwagen und fuhr das Diebesgut in eine Halle in Langenhagen. Die Putztücher und Handschuhe wollte er offenbar zu Geld machen.

Vor dem Amtsgericht in Hannover mussten sich vier Männer verantworten, die Putztücher und Handschuhe vom Werksgelände von VW Nutzfahrzeuge gestohlen haben sollen. Zwei wurden später freigesprochen. Quelle: Priesemann

Dies wäre wahrscheinlich nicht aufgefallen, wenn sich nicht ein anonymer Anrufer gemeldet hätte. Zwei Mitarbeiter des Werksschutzes machten sich auf den Weg zur Halle und beobachteten den Logistikmitarbeiter und seinen Kumpanen. „Danach sind wir dem Lastwagen bis nach Godshorn zu einer Lagerhalle gefolgt“, sagte einer der beiden vor Gericht. Wenig später traf dort auch die Polizei ein.

Der VWN-Arbeiter zeigte sich geständig. „Ich habe eine riesen Dummheit gemacht“, ließ er über seinen Anwalt verlauten. Die Aktion kam ihn darüber hinaus noch teuer zu stehen: Er verlor seinen Job, ist seitdem in psychologischer Behandlung und erwerbsunfähig. Nun verurteilte ihn Strafrichter Michael Siegfried zu einer Geldstrafe von 4000 Euro.

Freiheitsstrafe für Komplizen

Seinen Freund nahm er in Schutz: „Er wusste von all dem nichts und hatte keine Ahnung, dass er da was Illegales macht. Ich habe ihm gesagt, dass die Sachen aussortiert würden.“ Für Richter Siegfried war das nicht glaubwürdig. Denn als der Kumpel auf das VWN-Werksgelände fuhr, funktionierte das GPS auf mysteriöse Weise für 54 Minuten nicht. Hatte er es abgeschaltet?

Tausend Lastwagen fahren täglich auf das VWN-Werksgelände. Quelle: Marcus Prell

Zudem war auf dem Lieferschein nicht das VWN-Werk als Absender vermerkt. „Das hätten Sie als alter Hase in diesem Job erkennen müssen“, sagte Siegfried in Richtung des Angeklagten. Als er das VW-Werk verließ, gab er darüber hinaus nicht an, dass er Waren aus dem Werk geladen hatte. Er sei allerdings auch nicht danach gefragt worden.

Weil er bereits zweimal mit einer Unfallflucht und Körperverletzung sowie mehrfach wegen Missbrauchs von Marihuana aufgefallen war, fiel bei ihm die Strafe härter aus. Siegfried verurteilte ihn zu vier Monaten Freiheitsstrafe, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt ist. 900 Euro Geldbuße kommen oben drauf.

Von Sascha Priesemann

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