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Meine Stadt Ute Lemper begeistert Publikum in Hannover
Hannover Meine Stadt Ute Lemper begeistert Publikum in Hannover
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11:32 17.04.2019
Zog das Publikum in ihren Bann: Ute Lemper bei ihrem Gastspiel in Hannover. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Warum hat sie das nicht schon viel eher gemacht? Warum hat sich Chansonsängerin und Musicalstar Ute Lemper bisher nicht einem Marlene-Dietrich-Programm gewidmet, der großen US-deutschen Schauspielerin und Sängerin, mit der sie seit Beginn ihrer Karriere ohnehin schon immer verglichen wurde? „Weil ich mich nicht bereit gefühlt habe“, hätte Ute Lemper diese Fragen wie kürzlich in einem Interview mit der NP wohl beantwortet. Nun war es aber endlich an der Zeit: Mit „Rendezvous mit Marlene“ führte Lemper im Theater am Aegi eine Hommage an Marlene Dietrich auf.

Drei Stunden lang zog die Frau mit den roten Haaren Besucher in ihren Bann. 900 waren gekommen, um die überfällige Melange von Lemper und Dietrich zu erleben – eingeleitet mit „Sag mir, wo die Blumen sind“, gesungen in deutsch, englisch und französisch. Im hochgeschlitzten schwarzen Abendkleid, weißer Stola, dick aufgetragenem, schwarzem Kajal auf den schwer wirkenden Augenlidern und dem rotgeschminkten Mund verkörperte die 55-Jährige zum Niederknien die glamouröse Diva, die in den 1930ern aus Deutschland nach Hollywood gegangen war: Vergeblich hatten die Nazis versucht, die Dietrich zurückzuholen, auch lange nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als Vaterlandsverräterin verleumdet.

Berührende Hommage an Marlene Dietrich

„Meine Seele gehört Frankreich, mein Herz England. Mein toter Körper gehört Deutschland“, hat Dietrich, die als US-Soldatin Streitkräfte an den Fronten besuchte, dem aufstrebenden Star Lemper mal in einem dreistündigen Telefonat gesagt.

Aus ihrer Pariser Wohnung hatte sie die damals 24-Jährige angerufen, um sich für eine Postkarte zu bedanken – aus diesem Gespräch zitierte Lemper in der Show. Dabei war sie nur für wenige Minuten sie selbst, nämlich dann, als sie vom Zustandekommen des Telefonats berichtete. Ansonsten sah und hörte das Publikum Marlene Dietrich: Wie sie von ihren Liebschaften berichtet („Ich hatte 500 Liebhaber – oder waren es 1000 Männer und Frauen?“), ihren Alkoholproblemen („Ich liebe Moët & Chandon. Wodka tut es auch“), wie sie bei Regisseur Billy Wilder saubermachte: „Das Geräusch vom Staubsauger ist besser als das Gequatsche der Menschen.“

Standing Ovations im Theater

Ute Lemper trompetete mit dem Mund, sang „Ich bin die fesche Lola“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „One for my Baby and one more for the Road“ – begleitet von vier Musikern.

Und als sie zum Abschluss des kurzweiligen Abends in einer Robe von Designerin Nanna Kuckuck „Was die Welt jetzt braucht, ist Menschlichkeit“ anstimmte, gab es kein Halten mehr: Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Zuschauer Ute Lemper. Denn auch wenn das Original „What the World needs now is Love“ von Songwriter Burt Bacharach (tourte mit Marlene Dietrich) aus dem Jahre 1965 stammt, die Botschaft bleibt zeitlos.

Von Mirjana Cvjetkovic

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