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Meine Stadt Unterricht der Zukunft? IGS Badenstedt testet mit Workshop neue Methoden
Hannover Meine Stadt Unterricht der Zukunft? IGS Badenstedt testet mit Workshop neue Methoden
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18:41 16.01.2020
Diskussionen: Jan Haase (15), Niklas Stapel (17), Lars Jaouki (15), Merve Turan (15), und Zeinab Seblene (16) sprechen über Klimaschutz. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Unterricht mal anders – die Integrierte Gesamtschule (IGS) Badenstedt plant in ihren Klassenräumen eine pädagogische Neuausrichtung. Dazu hatte die IGS am Donnerstag die Macher des Workshops „Baut eure Zukunft“ zu Besuch. Sie vermitteln Lehrern und Schülern eine Alternative zum Frontalunterricht. „Die Lehrer werden zu Moderatoren. Bei den Schülern wird die Verantwortung für eigenständiges Handeln gestärkt“, erklärt Christine Preuß, stellvertretende Schulleiterin.

Aber nicht nur die Schüler ihrer IGS waren bei „Baut eure Zukunft“ dabei. Auch Jugendliche weiterer Schulen wie der IGS Langenhagen, KGS Pattensen oder IGS Isernhagen sind für den Projekttag nach Badenstedt gekommen. Die IGS war sozusagen das Camp für den Workshop. „An der Schule bewegt sich was. Deswegen wollten wir hierhin“, sagt Projektleiter Uwe Birkel.

Der Unterricht der Zukunft?

Die Schüler der Jahrgänge acht bis zehn beschäftigten sich in sieben Kleingruppen mit Klima und Umwelt. Ein Thema, das seit der Bewegung „Fridays for Future“ eine große Rolle in den Schulen spielt. Anders als im normalen Unterricht sollten Jugendlichen eigenständig recherchieren und ihre Mitschülern in Interviews befragen. Was sind Alternativen zum Plastik? Wie lässt sich der Ausstoß von Kohlendioxid vermeiden? Zum Abschluss präsentieren die Vierer-Teams ihre Ergebnisse.

Uwe Birkel ist mit seinem Workshop „Baut eure Zukunft“ an der IGS Badenstedt. Quelle: Nancy Heusel

„Das ist der Unterricht der Zukunft“, sagt Birkel. Das Potenzial der Schüler werde so besser deutlich. „Es geht hier nicht darum, wer aus dem Akademiker-Haushalt kommt und einfach mehr weiß. Sondern wie die Jugendlichen im Team miteinander zusammenarbeiten.“ Deshalb befürworte auch die Wirtschaft solche Unterrichtsmodelle. „Wer später eine Banklehre mache, muss nicht die ägyptische Mythologie auswendig können“, sagt Birkel. Es gehe darum, wie man sich Wissen aneignet. Das würden die Schüler bei diesem Projekt lernen.

Methode schafft eine neue Haltung

Das bedeute allerdings nicht, dass die Schüler in der IGS Badenstedt künftig nur noch „Brainstormen“, wie Preuß betont: „Diese Methode schafft aber eine neue Haltung und hilft dabei, sich mit der Lehrerrolle auseinanderzusetzen.“ Der Workshop passe daher gut in das Landes-Programm „Schule Plus“ und in das Netzwerk „Schule im Aufbruch“, dem die IGS Badenstedt angehört.

Und zu welchen Ergebnissen sind die Schüler gekommen? „Um Plastik zu sparen, hilft es, mehr in Unverpacktläden einzukaufen“, sagt Niklas Stapel (17). Merve Turan (14) schlägt vor, den Unterricht mehr zu digitalisieren. So könne der Papiermüll eingespart werden.

Dafür nutzt die IGS Badenstedt die Fördergelder

Die IGS Badenstedt erhält als erste Schule in der Stadt Mittel aus dem Programm „Schule Plus“. Dies soll Schulen mit besonderen Herausforderungen unterstützen. Mit 70.200 Euro soll die Digitalisierung der Schule ausgebaut werden. Weitere 27.000 Euro sind für einen Ruhebereich vorgesehen.

Bislang sei die Schule digital noch nicht so gut ausgestattet, sagt die stellvertretende Schulleiterin Christine Preuß. Nicht in allen Klassenräumen könne bislang Wlan- Empfang angeboten werden. Dazu fehlen noch die digitalen Endgeräte mit Tablets, um diese für den Unterricht überhaupt nutzen zu können. Denn die Schüler sollen lernen, in der digitalen Welt zu recherchieren. „Da geht es nicht mehr, dass sich alle in einen Computerraum setzen“, sagt Preuß.

In den 5. Jahrgängen will die IGS zudem das Schulfach „Verantwortung“ aufnehmen. Hier sollen die Schüler den bewussten Umgang mit Mensch und Natur lernen. Auch die Ruhebereiche gehören zum neuen Konzept der Schule, so Preuß.

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Von Sascha Priesemann

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