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Meine Stadt So soll das Uni-Hochhaus in der Appelstraße bald aussehen
Hannover Meine Stadt So soll das Uni-Hochhaus in der Appelstraße bald aussehen
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17:13 12.09.2019
Sieger-Entwurf: So soll das Uni-Hochhaus in der Appelstraße bald aussehen. Quelle: Max Dudler Architekturbüro
Hannover

Es ist eins der markantesten Gebäude der Leibniz-Universität – aber auch eins der baufälligsten. Das 18-stöckige Hochhaus an der Appelstraße (Nordstadt) bekommt eine neue Fassade. In einem vom Land Niedersachsen finanzierten, europaweiten Wettbewerb hat das Preisgericht nun einstimmig den Entwurf des Berliner Büros des renommierten Schweizer Architekten Max Dudler prämiert. „Der Entwurf hat ein zeitloses und zurückhaltendes Konzept mit dauerhafter Wertigkeit“, zitierte Uni Vize-Präsident Christoph Strutz aus dem Urteil der Jury.

Derzeit nagt das 1968 errichtete Hochhaus am Image der Uni. Ein Sicherheitsnetz umspannt seit Ende 2018 das Gebäude, in dem sich Studenten des Bauingenieurwesen, der Elektrotechnik, Geodäsie und Informatik die Labor- und Seminarräume teilen. Es soll verhindern, dass lose Platten herabfallen und Menschen ernsthaft verletzten.

Ein Sicherheitsnetz schützt Passanten vor herunterfallenden Platten am Uni-Hochhaus in der Appelstraße. Quelle: Moritz Frankenberg

Ohne dieses Netz bestehe da „durchaus Lebensgefahr“, sagt Strutz. Bislang hatte die Leibniz-Universität kein Geld, das Gebäude zu sanieren. Und auch das Sicherheitsnetz hält nicht ewig. „Wir müssen es womöglich in drei Jahren austauschen. Das würde 200.000 bis 300.000 Euro kosten“, schätzt Uni-Gebäudemanager Horst Bauer.

Bis dahin hofft die Leibniz Universität, dass die Arbeiten an der Fassade bereits begonnen haben. Allerdings ist unklar, wann sie starten können, räumt Strutz ein. Die Unterlagen samt des Vertrags mit dem Architekten würden nun an das Wissenschaftsministerium weitergeleitet. Auch die Baukosten seien noch nicht zu beziffern. „Das ist noch nicht möglich, da wir nicht wissen, wann es losgeht und wie sich bis dahin die Preise für Baukosten verändern“, sagt Strutz. Vermutlich werde die Fassaden-Sanierung, bei der der Betrieb im Innern des Gebäudes ganz normal weitergehen soll, dem Land ungefähr 20 Millionen Euro kosten.

„Reduktion hat etwas Brilliantes“

Der Siegerentwurf des Berliner Architekturbüros setzte sich gegen elf andere Arbeiten durch. Die Pläne überzeugten das neunköpfige Preisgericht, zu dem neben zahlreichen Architekten auch Uni-Präsident Volker Epping gehörte, durch die „zurücknehmende Klarheit“ und Wirtschaftlichkeit. Zudem bestechen sie durch das Zusammenspiel aus Glas und Metallflächen. „Das gibt der Fassade eine leichte und kristalline Wirkung“, sagte Jochem Soydan vom Architekturbüro Max Dudler.

Das Büro des renommierten Schweizer Architekten Max Dudler hat die neue Fassade des Uni-Hochhauses entworfen. Quelle: Nancy Heusel

Das Gebäude habe dadurch das Potenzial zu einem Leuchtturm der Leibniz-Universität zu werden. „Reduktion hat immer auch etwas Brilliantes“, sagte Dudler (69) mit hörbaren schweizerischerem Akzent. Das Büro des vielfach ausgezeichneten Architekten hat auch die Pläne für das geplante neue Studentenwohnheim in Hainholz entwickelt, das im Februar 2021 bezugsfertig sein soll. Zu den bekanntesten Bauten Dudlers gehören der Neubau der Deutschen Börse im Frankfurt am Main oder das IBM-Headquarter in Zürich.

Den zweiten Platz erhielt der Entwurf der Soweco GmbH aus Berlin. „Die beiden Arbeiten waren lange gleichauf“, sagt die Architektin Ulrike Pape, die dem Preisgericht angehörte. Allerdings habe etwa die im Entwurf vorgesehene Ecklösung nicht überzeugt. Eine andere Idee sah ein Dachgarten vor. Die Uni hatte aber Bedenken, dass dies nicht den Bestimmungen des Brandschutzes entspricht. An die fünf besten Einsendungen wird ein Preisgeld von 97.000 Euro überweisen. Sie sind noch bis 19. September im Lichthof des Welfenschlosses zu sehen.

Das sind die Siegerpläne für das Hochhaus in der Appelstraße. Quelle: Nancy Heusel

Von Sascha Priesemann

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