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Meine Stadt Tote von Höver: Ehemann in U-Haft
Hannover Meine Stadt Tote von Höver: Ehemann in U-Haft
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00:17 28.06.2018
FUNDORT: beamte sichern Spuren an der Stelle neben der B 65, wo die Leiche der Frau gefunden wurde.
FUNDORT: beamte sichern Spuren an der Stelle neben der B 65, wo die Leiche der Frau gefunden wurde. Quelle: Foto: Heidrich
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Hannover

Im Fall der Ende Mai in Höver bei Sehnde gefundenen Frauenleiche haben die Ermittler jetzt den gleichaltrigen Ehemann (32) als Verdächtigen im Visier – er sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft.

Laut Christina Pannek von der zuständigen Staatsanwaltschaft Hildesheim stehe „der Ehemann unter dem dringenden Verdacht des Totschlags“, Die Ermittler gehen davon aus, dass er „nach einem Streit seine Frau getötet und dann die Leiche nach Höver gebracht hat“ – und sie dort in einem Gebüsch neben der Bundesstraße 65 versteckte. Zu diesem Schluss seien die Ermittler „durch verschiedene Indizien und Widersprüche“ im Laufe der Befragungen gelangt.

Nachdem der Mann – das verheiratete Paar lebte in Bockenem im südlichen Landkreis Hildesheim, rund 45 Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt – letztlich mit dem Tatvorwurf konfrontiert worden sei, habe er dies bestritten. Vor dem Haftrichter hat er laut Staatsanwältin Pannek dann dazu gar nichts mehr gesagt.

Ein möglicher Anlass für den Streit am 17. Mai nach den Erkenntnissen der Ermittler: Die Getötete, die von ihrem Arbeitgeber am 18. Mai als vermisst gemeldet wurde, soll l„außereheliche Beziehungen zu anderen Männern unterhalten und beabsichtigt haben, sich von ihrem Mann zu trennen“.

Die tote Frau, Mutter zweier Kinder, war am 27. Mai von einem Radfahrer (80) neben einem Wirtschaftsweg, keine 400 Meter vom Zementwerk Holcim entfernt, entdeckt worden. Das aus Bulgarien stammende Opfer war nackt. Mit einem Fahndungsaufruf hatte die Polizei neben einem Foto der Toten auch Bilder von den Aufdrucken ihrer Kleidung veröffentlicht. Im Zuge der Plakataktion jedoch waren nur wenige Hinweise eingegangen.

Von Ralph Hübner