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Meine Stadt Taucher suchen nach Ertrunkenem - der sitzt schon zu Hause
Hannover Meine Stadt Taucher suchen nach Ertrunkenem - der sitzt schon zu Hause
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21:42 02.06.2011
Mit einem Großaufgebot suchten Rettungskräfte nach dem Betrunkenen. Der war längst zu Hause. Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Aufregung um einen Betrunkenen: Der 26-Jährige sprang gestern am frühen Abend am Eichenbrink in Limmer von der Brücke in den Kanal – und verschwand im Wasser. Zwei seiner besorgten Kumpel hechteten hinterher, fanden ihn aber nicht. Und während ein Großaufgebot der Feuerwehr dann nach dem Mann suchte, tauchte der gegen 19.45 Uhr wieder auf – zu Hause.

Um 18.31 Uhr ging die Alarmierung bei der Feuerwehr ein. Sofort rückten 17 Fahrzeuge mit 50 Einsatzkräften aus. Taucher suchten im Wasser nach dem 26-Jährigen, Feuerwehrleute durchkämmten das Ufer, ein Hubschrauber kreiste mit Wärmebildkamera über dem Kanal. Und einige Retter kümmerten sich um die Freunde aus der Vatertagsrunde des Vermissten. Sie hatten mit ihm den Tag verbracht und reichlich Alkohol getrunken.

Dann die Entwarnung am vermeintlichen Unglücksort: Der Mann war aus dem Wasser gestiegen und einfach ohne Bescheid zu sagen nach Hause gegangen. Unklar ist noch, ob er jetzt für den Einsatz eine Rechnung bekommt.

Ansonsten vermeldete die Polizei eine weitestgehend erfreuliche Bilanz zum Vatertagseinsatz: „Unser Präventionskonzept ist aufgegangen“, resümierte Behördensprecher Thorsten Schiewe den Verlauf am Steinhuder Meer sowie am Deister. Ähnlich wie in den Vorjahren kam es kaum zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, Ermittlern fielen auch nur wenige volltrunkene Jugendliche auf.

Laut Schiewe übergaben Beamte einen 15-Jährigen dem Jugendamt – er hatte 1,37 Promille gepustet. Und es kam zu kleineren Sachbeschädigungen: Unbekannte schlugen eine Beule in einen Streifenwagen und zerstörten Holzbänke. Am Steinhuder Meer griffen Polizisten zwei Minderjährige (14, 15) auf (1,5 und 1,47 Promille) auf. Knapp ein Dutzend Strafanzeigen gab es: Wegen Körperverletzungen, Diebstahl und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Auch im Stadtgebiet von Hannover verlief der Himmelfahrtstag laut Polizei ohne besondere Vorkommnisse.

(Von Mirjana Cvjetkovic)