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Meine Stadt „Force Ink“ sticht für den ASB Wünschewagen
Hannover Meine Stadt „Force Ink“ sticht für den ASB Wünschewagen
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22:00 14.12.2018
MIT DABEI: Die Tattoo-Künstler Maja Earth, Peter Keller, Alexa und Mario Sperlich (von links) unterstützten das Projekt von Bouché. Quelle:  
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Hannover

Wer zum Tätowierer geht, wird Geld los und muss Schmerzen ertragen. Die Belohnung ist das Motiv. Am Freitag gab es aber noch ein gutes Gefühl für die Kunden obendrauf. Denn im Tattoo-Studio „Force Ink“ in der Voßstraße wurde den ganzen Tag für den guten Zweck gestochen – für den ASB-Wünschewagen, an den alle Erlöse gespendet wurden.

Das ist ein wohltätiges Projekt des Arbeiter-Samariter-Bunds, das Menschen kurz vor ihrem Tod einen Wunsch erfüllt. Die Schwerstkranken werden mit dem Wünschewagen noch einmal an ihren Lieblingsort gefahren. Das Projekt wird ausschließlich über Spenden finanziert und ist auf Aktionen wie die im Tattoo-Studio Force Ink angewiesen. Initiiert wurde sie von Inhaber Sascha Bouché (38). „Uns Tätowierern wird ja oft nachgesagt, asozial zu sein. Aber das sind wir eben nicht“, sagt er. Der volle Laden sprach für sich: Einige andere Künstler hatten sich Bouchés Aktion angeschlossen und tätowierten den ganzen Freitag mit – Maja Earth (24) aus Berlin, Peter Keller (43) aus Stadthagen, Alexa (45) und Mario Sperlich (47) aus Lauenau.

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Doch nicht nur die Tatöwierer haben für die Aktion den Weg nach Hannover auf sich genommen, sondern auch ihre Kunden, die sie gleich mitgebracht haben. Zum Beispiel Bruno Kurth (58) aus Barsinghausen oder Nina Dreier (36) aus Bückeburg. „Den letzten Wunsch eines Menschen zu erfüllen – etwas Besseres kann man doch gar nicht unterstützen“, sagt Kunde Kurth. Seine Stammtätowierer, Alexa und Mario Sperlich aus Lauenau, spendeten schon vor der Aktion monatlich für den ASB-Wünschewagen. Da mussten sie nicht lange überlegen, als Bouché sie zu der Aktion einlud. Bouché lässt sich jeden Advent eine besondere Charity einfallen. Letztes Jahr beispielsweise wurden Schuhe für Afrika gesammelt, das Jahr davor Sachspenden für ein Tierheim. „Ich weiß, wie es ist, wenn es einem nicht gut geht. Jetzt geht es mir aber so gut, dass ich unbedingt etwas zurückgeben möchte“, sagt er.

Auch in diesem Jahr hat er wieder viel gegeben: 2500 Euro sind an diesem Adventsfreitag für den ASB-Wünschewagen zusammengekommen.

Von Josina Kelz