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Meine Stadt Hannover: Verdi kündigt neue Streiks im Cinemaxx an
Hannover Meine Stadt Hannover: Verdi kündigt neue Streiks im Cinemaxx an
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18:21 29.03.2019
Soll bestreikt werden: das Cinemaxx am Raschplatz. Quelle: Heidrich
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Hannover

Nach einem Warnstreik im Februar und einer Arbeitsniederlegung am vergangenen Sonnabend kündigt die Gewerkschaft Verdi neue Streiks der Beschäftigten der Kinokette Cinemaxx in den nächsten Tagen an. Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen, in denen es auch nach der fünften Runde keine Einigung gegeben hat.

Einstiegslohn im Service bei 9,50 Euro

Die gegenwärtige Verdi-Forderung liegt bei einem Einstiegslohn für Servicekräfte von 9,50 Euro für 2019, im nächsten Jahr sollen es dann 10 Euro sein. Cinemaxx hat nach Verdi-Angaben für Servicemitarbeiter kein Angebot gemacht, lediglich für Servicemanager soll ein Einstiegslohn von 9,35 Euro geboten worden sein.

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Kinobranche gehört zu Niedriglohnbereich

„Fakt ist, dass die Kinobranche zum Niedriglohnbereich gehört. Aus dieser Schmuddelecke muss sie raus, ansonsten droht denjenigen, die längerfristig in der Branche arbeiten, Altersarmut“, fordert Verdi-Landesfachbereichsleiter Lutz Kokemüller.

Die Kinokette argumentiert, dass etwa zwei Drittel der Mitarbeiter nur geringfügig Beschäftigte, zum Beispiel Studenten, seien und von der Tätigkeit nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten müssten. Für Mitarbeiter, die längerfristig im Servicebereich arbeiteten, habe man ein spezielles Tarifangebot gemacht, mit dem man der Gefahr der Altersarmut begegne, so Cinemaxx. Laut Verdi habe Cinemaxx gedroht, bei 15 Prozent Lohnsteigerung 15 Prozent des Personals entlassen zu müssen.

Von Sönke Lill

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