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Meine Stadt Studie: Der verunsicherte Patient
Hannover Meine Stadt Studie: Der verunsicherte Patient
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20:21 05.11.2019
Wer beim Arzt sitz, hat sich heutzutage meist bereits selbst im Internet über sein Krankheitsbild informiert, das ist weder für den Arzt, noch für den Patienten immer gut, meint NP-Redakteur Fabian Mast in seinem Kommentar. Quelle: dpa
Gütersloh

Vielleicht ist ja auch Google schuld. Wen es zwickt, der fragt häufig zuerst einmal dort nach. Und wer im Netz dann etwa nach Magenschmerzen oder Sodbrennen sucht, kriegt ziemlich zuverlässig die Gewissheit, dass der Arzt dringend mal zur Tat schreiten sollte.

Dr. Google gefürchtet bei Medizinern

„Dr. Google“ ist gefürchtet bei Medizinern, weil er Patienten verängstigt, meist im Übrigen völlig grundlos. Offenbar geht die Verunsicherung in den Praxen aber weiter, laut aktueller Bertelsmann-Studie sind etliche Untersuchungen unnötig, mitunter gar schädlich. Grob gesagt: Spätestens wenn der Arzt eine (zuzahlungspflichtige) „Igel“-Leistung empfiehlt, ist Misstrauen angesagt.

Die Untersuchung nennt einige Gründe dafür, einiges ist hinlänglich bekannt: Die Branche leidet einerseits unter Kostendruck, das wiederum stärkt die Fehlanreize, und so weiter. Die Studie nennt aber zudem einen weiteren Punkt, der bislang wohl eher unterschätzt wird: Die Rolle des Patienten.

Ungewissheit ist schwer erträglich geworden

Und dann landen wir tatsächlich wieder bei Google. Die Suchmaschine, das Internet generell, hat uns daran gewöhnt, auf jede Frage eine Antwort zu finden. Ungewissheit ist für uns schwer erträglich geworden, das gilt natürlich besonders bei der eigenen Gesundheit – und macht empfänglich für auch zweifelhafte Diagnosen und Mittelchen.

Lesen Sie dazu: Studie: Patienten werden viel zu häufig unnötig operiert

Von Fabian Mast

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