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Meine Stadt Streit um Schulferien: Machtspiele mit der Bildung
Hannover Meine Stadt Streit um Schulferien: Machtspiele mit der Bildung
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18:11 28.11.2019
Meinung: Der Streit um die Ferien lenkt von den wahren Problem im Schulsystem ab. Quelle: Armin Weigel/dpa
Hannover

Um was geht es eigentlich bei dieser unseligen Sommerferien-Diskussion? Womöglich um das Wohl der Schulkinder? Natürlich nicht, das ist nie ein ernsthaftes Thema in diesem ewigen Streit zwischen den Ländern. Das ist traurig, aber die Realität.

Es geht um politische Macht, um Druck. Bayern und Baden-Württemberg kündigten an, dass sie beim geplanten Nationalen Bildungsrat nicht mitmachen wollen – eine Kampfansage an die Kollegen. Da passt es, sich als Sturkopf zu präsentieren: Wir machen Urlaub, wann wir wollen.

Dabei kann es ja keine zwei Meinungen geben: Was die beiden Länder da machen, geht gar nicht und ist unfair gegenüber den anderen Ländern. Wie aber reagieren die nun? Hamburg und Berlin reagieren besonders trotzig und drohen mit Alleingängen. Dann droht Chaos. Und wird auch nicht passieren. Denn auch der Tourismus hat ein gewichtiges Mitspracherecht. Regelmäßig wird ein düsteres Szenario von einer Konkurswelle an Nord- und Ostsee entworfen, wenn der Korridor der Sommerferien auch nur um eine Woche verringert wird. Panikmache auf Kosten der Kinder, die mal ein sehr langes, dann mal wieder ein sehr kurzes Schuljahr haben.

Bildung wird hier für Machtspiele missbraucht. Das ist fatal in Zeiten maroder Schulgebäude und fehlender Chancengleichheit im Klassenraum. Diese Diskussion lenkt völlig unnötig von den wahren Problem im Schulsystem ab.

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