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Meine Stadt Streit in Flüchtlingsheim in Hannover eskaliert
Hannover Meine Stadt Streit in Flüchtlingsheim in Hannover eskaliert
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18:05 29.06.2018
Hier ist es passiert: Im Asylheim an der Kampstraße in Miesburg-Nord eskalierte der Streit unter zwei Flüchtlingsfamilien.
Hier ist es passiert: Im Asylheim an der Kampstraße in Miesburg-Nord eskalierte der Streit unter zwei Flüchtlingsfamilien. Quelle: Foto: Elsner
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Hannover

Messer, Holzlatte und Fäuste: In einem Asylheim in Misburg-Nord ist am Donnerstagabend ein Streit unter Flüchtlingen eskaliert. Familien aus Afghanistan und Albanien gingen aufeinander los. Ein massives Polizeiaufgebot war notwendig, um die Lage dort wieder zu beruhigen.

Um weitere Zusammenstöße zwischen den Beteiligten zu vermeiden, wurden am Freitag Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Die Afghanen mussten laut Polizeisprecher André Puiu die Unterkunft verlassen. Sie werden in einer anderen Einrichtung untergebracht.

Kinder zoffen sich, Eltern mischen sich ein

Das Asylheim an der Kampstraße: Zunächst hatten sich am Donnerstag gegen 22 Uhr die Kinder beider Familien in die Haare gekriegt. Dann mischten sich auch die Eltern ein.

Der Vater (44) der afghanischen Familie verpasste dem Vater (33) der albanischen Familie Schläge mit seinen Fäusten. Der Sohn (16) des 44-Jährigen holte ein Küchenmesser, stach damit auf den 33-Jährigen ein. Dessen Sohn (13) mischte ebenfalls mit und trug bei der Messerattacke wie sein Vater Verletzungen davon. Ein Kosovare (16) fühlte sich berufen, den Albanern Hilfe zu leisten. Er griff zu einer Holzlatte und ging damit auf den 44-Jährigen los.

Afghanen in andere Unterkunft gebracht

Letzterer erhielt bereits am Donnerstagabend von der Polizei einen Platzverweis für die Unterkunft, sein Sohn wurde dem Jugendamt der Stadt übergeben. Am Freitag fiel die Entscheidung, dass die Afghanen nicht zurück in das Heim dürfen.

Die beiden Albaner erlitten leichte Verletzungen: Die Schnitte an Armen und Händen wurden ambulant behandelt. Gegen die Afghanen und den Kosovaren ermittelt die Polizei nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Von Britta Mahrholz