Streik in Hannover und Niedersachsen im ÖPNV am Dienstag
Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Warnstreik: Busse und Bahnen stehen am Dienstag still
Hannover Meine Stadt

Streik in Hannover und Niedersachsen im ÖPNV am Dienstag

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:42 24.09.2020
Protest: Gemeinsam haben Verdi und Fridays For Future bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV gefordert.
Protest: Gemeinsam haben Verdi und Fridays For Future bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV gefordert. Quelle: Michael Wallmüller
Anzeige
Hannover

Am Dienstag bleiben Busse und Bahnen stehen. Von Dienstbeginn bis Dienstschluss will die Gewerkschaft Verdi nach NP-Informationen die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zum Streik aufrufen.

Betroffen ist nicht nur die Üstra, die Stadt oder die Region Hannover. Der Verdi-Landesbezirk Niedersachsen/Bremen plant Streiks auch in Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen, Goslar und Osnabrück – mit dann 6000 Beschäftigten.

Bessere Arbeitsbedingungen gefordert

Mit dem Arbeitskampf macht Verdi Druck für Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte sich dagegen ausgesprochen.

Geregelt werden sollten Fragen wie Nachwuchsförderung, Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste, außerdem einheitliche Urlaubstage in allen Bundesländern. Es geht also nicht um ein Lohnplus, sondern bessere Arbeitsbedingungen. Verdi fordert die seit März – und empfindet die Verweigerung als Affront.

Streikbereitschaft groß

Die Streikbereitschaft ist in Niedersachsen hoch, denn Verkehrsminister Bernd Althusmann hatte erst im Juli einen neuen Tarifvertrag für Verkehrsbetriebe als repräsentativ anerkannt. Mit 12,01 Euro pro Stunde wird die bisher als fair anerkannte Bezahlung damit deutlich unterlaufen. Verdi befürchtet Lohndumping als Folge. Das könnte Tausende von Bus- und Bahnfahrern treffen.

Neues aus dem NP-Newsroom

Unsere Übersicht zu den wichtigsten Nachrichten aus Hannover täglich gegen 13 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Bei der Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen wird Verdi von der „Fridays for Future“-Bewegung unterstützt. Am 18. September hatten Gewerkschaft und Aktivisten gemeinsam auf Demos eine „wirklich gerechte“ Verkehrswende gefordert. Deswegen erklärte „Fridays for Future“ zum Schulterschluss: „Wir alle wollen einen guten und gerechten ÖPNV, saubere Luft in den Städten und eine gute und bezahlbare Anbindung an den ländlichen Raum.“

Von Vera König