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Meine Stadt Steintorplatz: Architekten stellen sich vor
Hannover Meine Stadt Steintorplatz: Architekten stellen sich vor
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00:26 30.06.2019
Stadtbaurat: Uwe Bodemann begrüßte die Zuschauer und Architekten auf dem Steintorplatz. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Immer wieder gab es Diskussionen rund um die Zukunft des Steintorplatzes. Soll es mehr Grünflächen geben oder doch eine Bebauung? Jahrelang war das unklar. Im vergangenen Jahr durften sich dann die Bewohner im Rahmen einer Bürgerbeteiligung äußern. Über 1500 Ideen gingen ein.

Nun wird es konkret: Acht Büros (von 34 Bewerbern) mit Spezialgebiet Landschaftsarchitektur stellten sich Donnerstagabend vor rund 120 Interessierten auf dem Steintorplatz vor – sie kämpfen bis Ende des Jahres um die beste Idee. Einzige Vorgabe: Die Steintor-DNA soll berücksichtigt werden. Dazu zählen verschiedene Aspekte, wie das Mitdenken des Klimawandels, mehr Aufenthaltsqualität durch Grün und ein Platz ohne Barrieren. Fest steht inzwischen, dass der Platz ein freier Platz bleiben soll. Rund 8700 Quadratmeter sollen realisiert werden. Mit dabei sind vier Büros aus Berlin (davon zwei „junge Büros“, deren Gründung noch nicht länger als fünf Jahre zurückliegt) und jeweils ein Büro aus Rotterdam, aus Dänemark, aus München und aus Hannover. Mehr Büros aus der Landeshauptstadt hätten sich nach Angaben der Stadt nicht beworben.

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Das sind die acht Bewerber

Das Büro Cobe A/S aus Nordhavn bei Kopenhagen baut derzeit an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Brüssels einen neuen Platz, der nach eigenen Angaben „alle Menschen miteinander verbinden soll“. Auch am Steintor solle ein Platz entstehen, an dem man sich gerne aufhalte und an dem Leben herrsche, so eine Mitarbeiterin bei der Vorstellung.

Die Landschaftsarchitekten haben schon zahlreiche Wettbewerbe begonnen und Projekte realisiert

GM013 Landschaftsarchitektur gehört in die Kategorie „junges Büro“, hat aber bereits mehrere Wettbewerbe gewonnen. So auch den 1. Platz im Gutachterverfahren 2015 rund um den Stefan-Heym-Platz in Berlin. Das Unternehmen arbeite sowohl städtebaulich als auch im Bereich der Landschaft.

Auch zur Kategorie junges Büro gehören die Grieger Harzer Landschaftsarchitekten (Berlin). Nach Angaben des Unternehmens wird derzeit das Projekt „Stadtpark Kempten“ umgesetzt.

Das hannoversche Team rund um Martin Diekmann (Lad+ Landschaftsarchitektur) hat bereits mehrere öffentliche Plätze in Hannover gestaltet, darunter auch den Raschplatz und den Campus des Hochschulsports.

Mit dabei sind außerdem die Landschaftsarchitekten Lohrer und Hochrein aus München, das Team Planorama aus Berlin, sowie das Berliner Büro Sinai und das niederländische Unternehmen West 8 Urban, welches weltweit aktiv ist.

Ab 2020 soll die beste Idee umgesetzt worden

Nach der Vorstellung beginnt die heiße Phase, in der die Büros mit ihren Planungen beginnen. Am 2. September ist eine Zwischenpräsentation in der Christuskirche geplant, bei der auch die Bürger Stellung nehmen können. Am 21. Januar sollen dann die fertigen Entwürfe vorliegen, über die eine Jury entscheidet. Im Februar 2020 werden die Entwürfe in der Bauverwaltung ausgestellt. Wenn alles gut geht, soll zu Beginn der 2020er-Jahre die beste Idee umgesetzt werden.

Von Cecelia Spohn