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Meine Stadt Das neue Steintor: Welche Wünsche werden umgesetzt?
Hannover Meine Stadt Das neue Steintor: Welche Wünsche werden umgesetzt?
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00:20 01.12.2018
Reihen mit Lücken: Stadtbaurat Uwe Bodemann begrüßt Besucher des Steintor-Forums im Alten Rathaus.  Quelle: Wilde
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Hannover

Gesucht wird eine DNA für den Steintorplatz – und die Stadt hatte am Mittwochabend ins Alte Rathaus geladen, um darüber mit den Bürgern zu reden. Auf Basis der Vorschläge, die vor allem während der Aktionswoche im September auf dem Platz zusammengetragen worden waren.

Knapp 100 waren gekommen. Darunter allerdings viele Fachplaner und Mitarbeiter der Verwaltung. Was den Streit um die Bebauung des Steintorplatzes angeht, sei es gelungen, „die Kuh vom Eis zu kriegen“, verkündete Klaus Overmeyer vom Berliner Büro Urban Catalyst, das die Bürgerbeteiligung organisiert – ehe sich die Besucher später an fünf Thementischen genauer mit der Zukunft des Platzes befassten.

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Keine Angst vor „bestimmten Gruppen“

So viel steht bereits fest: Er soll nicht bebaut werden. „Das ist Konsens“, sagte Overmeyer. Deutlich sei au­ßerdem der Wunsch nach mehr Grün und Sitzmöglichkeiten geworden. Er warnte auch davor, aus Angst vor „bestimmten Gruppen“ alle Bänke abzuschrauben.

Auf jeden Fall beseitigt werden müsse auch das Nadelöhr am Zugang zum Platz von der Münzstraße aus, wo sich vor allem Radfahrer und Fußgänger im­mer wieder in die Quere kommen. Eine Landschaftsarchitektin regte an, den Autoverkehr aus der Münzstraße herauszunehmen. Dem allerdings erteilte Stadtbaurat Uwe Bodemann eine klare Absage. Es gebe „eine Menge Einrichtungen“, die über diese erreicht werden müssten.

Nächste Diskussion im Februar

Die Anregungen aus der Diskussion sollen zur Steintor-DNA verarbeitet und dann am 4. Februar bei einem weiteren Forum mit den Bürgern besprochen werden. Für Klaus Overmeyer von Urban Catalyst ist es wichtig, dass man am Ende nicht planlos in einem „Konfettiregen an Ideen steht“. Manche Punkte könnten erst in der fachlichen Planung geklärt werden. Vorgesehen ist ein Architektenwettbewerb, auf den aber auch die Bürger noch Einfluss nehmen sollen.

Von C. Bohnenkamp