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Meine Stadt Start für den Bunkerabriss in Hannover
Hannover Meine Stadt Start für den Bunkerabriss in Hannover
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16:37 20.05.2013
Von Christian Bohnenkamp
Wird abgerissen: Bunkeranlage unter dem Klagesmarkt. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Die Tage des alten Weltkriegsbunkers unter dem Klagesmarkt sind gezählt. Noch in dieser Woche soll der Abriss des Betonkolosses unter dem Parkplatz starten – laut Stadt zunächst allerdings unspektakulär. Bevor es zu den ersten Sprengungen kommt, muss der Bunker zunächst entkernt werden. Außerdem müssen das Pflaster sowie die Erdschichten über dem Bunker frei gelegt werden. Dies soll etwa zwei Monate lang dauern.

Anschließend werden die Wände und Decken des Bauwerks mit Lockerungssprengungen geschwächt, so dass der Stahlbeton mit großen Bagger-Hydraulikzangen herausgebrochen und zerkleinert werden kann.

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Über das Vorgehen seien die Anwohner bereits in der vergangenen Woche informiert, so ein Stadtsprecher. Um den Lärm für die Nachbarschaft in Grenzen zu halten, soll es laut Stadt um die Baustelle herum eine Lärmschutzwand geben. Zur Verstärkung können außerdem zusätzliche, mobile Lärmschutzwände aufgestellt werden, wenn das notwendig sein sollte.

Rund 1,5 Millionen Euro soll der Abriss des Bunkers kosten. Er wird damit erheblich günstiger sein, als ursprünglich angenommen. Die Stadt hatte zunächst eine Summe von rund 2,5 Millionen Euro dafür veranschlagt. Im Ausschreibungsverfahren hatte es dann allerdings deutlich günstigere Angebote gegeben.

Insgesamt werden rund 5850 Kubikmeter Stahlbeton sowie 850 Kubikmeter Ziegelmauerwerk abzureißen sein. Die Stadt geht davon aus, dass das bis zum Jahresende dauern wird. Denn immerhin haben die Wände eine Stärke von 1,80 Metern, die Decke des 1942 erbauten Bunkers ist etwa 1,40 Meter dick. Außerdem befinden sich im Inneren des Gebäudes noch Reste von Belüftungs- und Heizungsanlagen. Ansonsten ist dieses mittlerweile weitgehend leer geräumt.

Ursprünglich hatte die Stadt gehofft, dass noch in diesem Jahr der Wohnungsbau auf dem Klagesmarkt starten könnte. Das wird nun wohl allerdings erst im ersten Quartal 2014 der Fall sein. Erster Schritt wird dabei der Bau der Tiefgarage für die derzeit rund 95 geplanten Wohnungen.

Gebaut werden sollen die Wohnhäuser durch die städtische Wohnungsgesellschaft GBH. Sie will vor allem die derzeit stark nachgefragten Zweizimmer-Wohnungen anbieten. Im Erdgeschossen der Häuser soll es zudem Einzelhandel und Dienstleistungen geben.

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