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Meine Stadt Stadt sondiert Boden für Neuansiedlungen
Hannover Meine Stadt Stadt sondiert Boden für Neuansiedlungen
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17:56 28.01.2019
LOS GEHT’S: Die Stadt lässt seit Montag den Boden für eine anschließende Schadstoff-Untersuchung  roden.
LOS GEHT’S: Die Stadt lässt seit Montag den Boden für eine anschließende Schadstoff-Untersuchung roden. Quelle: Behrens
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HANNOVER

Gewerbeflächen sind in der Stadt rat. Und um auf etwaige Anfragen von Unternehmen möglichst schnell positiv reagieren zu können, will die Stadtverwaltung im Wissenschafts-und Tachnologiepark in Marienwerder Flächen nun für eine spätere Bebauung präparieren: Am Montag hat sie mit der Bodenuntersuchung eines etwa 30 000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Pascalstraße begonnen – gesucht wird nach möglichen Altlasten im Boden durch die frühere Varta, die dort ab 1938 Batterien produziert hat. Wie bei den Nachbarflächen, so rechnet die Stadt auch an der Pascalstraße mit eventuellen Giftstoffen im Boden.

Am Montag hat zunächst die Rodung von Sträuchern und jungen Bäumen begonnen, um das Gelände für die Untersuchung in den kommenden Wochen zu präparieren. An der Grenze zu Garbsen hatte die Stadt vir gut 20 Jahren damit begonnen, Hightechfirmen im Wissenschaftspark anzusiedeln wie etwa das Laserzentrum, den Sican Technologiepark, aber auch die Wirtschaftsfördergesellschaft hannoverimpuls. Ebenso ist Johnson Controls mit der Europazentrale dort ansässig. „Es gibt nach wie vor eine sehr große Nachfrage auf dem Gewerbeimmobilienmarkt. Mit der eingeleiteten Grundstückssondierung wollen wir uns in die Lage versetzen, das Gelände schnell zur Verfügung stellen zu können“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

SOLL ENDE 2020 FERTIG SEIN: Die Taurus Investment Holding aus München will im Wissenschaftspark ein Kompetenzzentrum für etwa 30 Unternehmen und Forschungseinrichtungen errichten. Quelle: Taurus

Einen konkreten Anlass für die Vorbereitung gibt es nach Angaben der Stadt Hannover nicht. Die Taurus Investment Holding hatte Ende 2018 auf der Immobilienmesse Expo Real in München den Bau eines Kompetenzzentrums für etwa 30 Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Wissenschaftspark angekündigt. Auf einer Fläche von 24 000 Quadratmetern sollen bis Ende 2020 Büroeinheiten entstehen, verteilt in einem Gebäude mit drei bis sieben Geschossen. Diese Pläne sind nach wie vor aktuell. Das Bauvorhaben wird aber an anderer Stelle des Wissenschaftsparks realisiert als dort, wo jetzt der Boden nach möglichen Schadstoffen abgesucht wird.

Von Andreas Voigt