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Meine Stadt Stadt kontrolliert: Dicke Luft in 14 Shisha-Bars
Hannover Meine Stadt Stadt kontrolliert: Dicke Luft in 14 Shisha-Bars
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09:25 12.09.2019
Dicke Luft: 14 Shisha-Bars haben den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil Kohlenmonoxid in der Luft überschritten.
Hannover

Gemütlich Wasserpfeife rauchen in einer Shisha-Bar – ein beliebter Trend bei jüngeren, aber auch älteren Menschen. Doch nicht jeder Gast will und soll das austretende Kohlenmonoxid einatmen, das bei hoher Dosierung zu Vergiftungen führen kann.

Insgesamt 35 Betriebe kontrolliert

Die Stadt hat deshalb Anfang des Jahres 35 Shisha-Betriebe in Hannover kontrolliert – und dabei kaum Verstöße gegen die gesetzlich erlaubten Werte von 30 ppm (parts per million) festgestellt. Im Haushaltsausschuss, in dem auch Ordnungsangelegenheiten behandelt werden, berichtete die Leiterin des Ordnungsamtes Christiane Mehl am Mittwoch von neun Bars, bei denen ein Wert höher als 30 ppm festgestellt wurde.

Nachkontrollen bei auffälligen Betrieben

In fünf weiteren Bars wurden außerdem Werte zwischen 60 und 67 ppm gemessen. „Bei den auffälligen Bars gibt es Nachkontrollen“, so Mehl. Das aber erst bei schlechter Witterung – weil die Bars dann nicht bei permanent geöffnetem Fenster betrieben würden. Die Aufklärungsarbeit der Stadt zeige offenbar Wirkung, so die Leiterin des Ordnungsamtes. Sie verwies auf eine auffällige Bar, bei der 2018 über 150 ppm gemessen worden sei und bei der das Gewerbeaufsichtsamt einschreiten musste.

Viele Betreiber haben aufgegeben

Im September 2018 hatte es nach Angaben der Stadt noch 54 Shisha-Bars gegeben. Bis zur Kontrolle Anfang 2019 hätten Betriebe aufgegeben oder würden als normale Bar ohne Shisha-Pfeifen weiter betrieben, so Christiane Mehl weiter. Die meisten hatten nach ihrer Schilderung Ärger mit Nachbarn oder dem Vermieter wegen der Rauch- und Geruchsbelästigung gehabt.

Zwei Frauen zusammengebrochen

Die Kontrollen hat die Stadt verstärkt, nachdem zwei Frauen in einer Peiner Shisha-Bar wegen zu viel Kohlenmonoxid in der Luft bewusstlos zusammengebrochen waren. Shisha-Bars fallen auch unter das Nichtraucherschutzgesetz, deshalb muss es abgeschlossene Räume geben. Auch das kontrolliert die Stadt Hannover regelmäßig.

Von Andreas Voigt

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