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Meine Stadt Stadiongipfel zwischen Stadt und 96
Hannover Meine Stadt Stadiongipfel zwischen Stadt und 96
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06:16 25.08.2012
Von Andreas Voigt
KEINE ZUKUNFT: Das Eilenriede-  stadion von 1921 ist nicht einmal  mehr für Amateurspiele geeignet.
KEINE ZUKUNFT: Das Eilenriede- stadion von 1921 ist nicht einmal mehr für Amateurspiele geeignet. Quelle: Dröse
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Hannover

Offenbar kommt Bewegung in die Sache. Dem Vernehmen nach sind beide Seiten bereit, nach Lösungen für die vorhandenen Probleme zu suchen. Die Frage ist nur, in welchem Tempo. Kind sagte anschließend der NP: „Wir haben ein konstruktives und ergebnisorientiertes Gespräch geführt.“

Allerdings – beim möglichen Neubau gehts nicht nur um Kosten. Auch der Denkmalschutz spielt eine Rolle. Mit Blick auf die Vorschriften hieß es bei der Stadt Hannover: „Beide Seiten arbeiten daran, eine Lösung zu finden, die den Interessen des Denkmalschutzes Rechnung trägt.“ Das Stadion stammt aus dem Jahr 1921.

Ein Umbau oder Abriss – auch in Teilen – kann aber trotzdem möglich sein. Das Niedersächsische Denkmalschutzgesetz lässt das zu, wenn der Erhalt „eine wirtschaftlich unzumutbare Belastung“ wäre. Genehmigungsbehörde wäre die Landeshauptstadt. Kind setzt dabei auf die Unterstützung von Oberbürgermeister Weil. Im Übrigen wünscht sich der 96-Präsident für das Leitungszentrum so viel Platz wie möglich.

Den kann es nur geben, wenn auch der benachbarte Hockey-Club Hannover (HCH) mit ins Boot kommt – oder besser: sich einen neuen Ankerplatz sucht. Die Aussichten dafür sind offenbar gut. Der Hockey-Club Hannover kann sich einen Umzug vorstellen. „Wenn das Gesamtpaket stimmt, sind wir bereit, den Platz freizugeben. Bisher aber hat uns das Konzept nicht überzeugt“, sagt Christine Wohlers, die Vorsitzende des HCH.

Mit anderen Worten: Es wird gefeilscht. Dem Verein von 1923 sind rund 450 Mitglieder angeschlossen, etwa 200 spielen Hockey. Weitere Sparten sind Tennis, Volleyball und seit 2009 Cricket. In dieser Randsportart hat der HCH sogar beachtliche Erfolge erzielt, er wurde Vize-Meister und norddeutscher Meister.

Als Alternative wurde dem Verein bereits eine Rasenfläche in Kleefeld nahe dem Annabad angeboten – grundsätzlich abgeneigt sei man nicht, so die Vorsitzende. „In Kleefeld gibt es noch keinen Hockeyverein, wir könnten dort eine Bereicherung für das sportliche Angebot sein“, so Wohlers. Aber: „Wir erwarten einen finanziellen Ausgleich dafür, dass wir auf unseren Erbpachtvertrag vorzeitig verzichten.“ Die Erbpacht läuft bis 2052. 96 braucht an der Eilenriede im Idealfall rund 100?000 Quadratmeter Platz.