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Meine Stadt Sperrung der Südschnellweg-Brücke führt zu langem Stau
Hannover Meine Stadt Sperrung der Südschnellweg-Brücke führt zu langem Stau
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17:05 08.01.2019
Unterhalb der Brücke staut sich der Verkehr zurück. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Autofahrer brauchen auf dem Südschnellweg mal wieder viel Geduld. Denn seit Dienstagmorgen 10 Uhr ist die Südschnellweg-Brücke über die Hildesheimer Straße in Richtung Peine gesperrt. Am späten Nachmittag bildete sich ein langer Stau. Grund dafür ist ein gebrochener Stahlträger, der ausgetauscht werden muss. Der Verkehr wird dafür parallel an der Brücke vorbei über die Hildesheimer Straße geleitet. „Dabei ist mit erheblichen Staus zu rechnen“, warnt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Am kommenden Wochenende kommt es noch dicker: Während der Schweißarbeiten muss die Brücke zudem in beide Richtungen gesperrt werden.

Sturm beeinträchtigt Arbeiten

Den Ermüdungsbruch hatte die Straßenmeisterei in der Woche vor Weihnachten entdeckt. Zunächst ordnete die Landesbehörde ein Tempolimit von zehn Stundenkilometern an. Denn der Schaden konnte nicht sofort repariert werden, da die Ersatzteile zunächst angefertigt werden mussten, erklärt Friedhelm Fischer von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Am Dienstag konnte die Reparatur beginnen – und die Arbeiter hatten gleich am ersten Tag der Sperrung mit Sturm und Regen zu kämpfen. „Natürlich beeinträchtigt so etwas die Arbeiten, aber sie sind trotzdem im Zeitplan“, sagt Fischer. Um die defekten Teile austauschen zu können, müssten Lamellen ausgebaut werden, damit die Übergangskonstruktion freigelegt werden könne. Sie gleicht die Bewegungen der Brücke aus.

Vorrangschaltung für Üstra-Bahnen ausgesetzt

Am Wochenende wird es für die Schweißarbeiten noch einmal komplizierter. „Da darf es keine Erschütterungen geben, denn sonst können Teile nicht zusammengeschweißt werden“, sagt Fischer. Weil sich aber die Schwingungen der Gegenfahrbahn auch auf den anderen Teil der Brücke übertragen würden, sei es notwendig gleich den gesamten Südschnellweg an dieser Stelle zu sperren. Spätestens am Montag soll die 40.000 Euro teure Not-Reparatur beendet werden. Dann kann der Autoverkehr wieder ganz normal über den Südschnellweg rollen – auch ohne Tempolimit von zehn Stundenkilometern.

Wegen eines gebrochenen Stahlträgers galt zuletzt Tempo 10 auf dem Südschnellweg. Quelle: Tim Schaarschmidt

Um die Staugefahr zu verringern, ist die Ampelschaltung an der Hildesheimer Straße verändert worden. Die Autofahrer, die vom Südschnellweg abfahren und dort wieder hinauffahren, bekommen zwei bis drei Sekunden länger Grün. „Das ist nicht viel, aber hilft etwas“, sagt Fischer. Zudem verzichteten die Üstra-Stadtbahnen in dieser Woche an der Kreuzung auf ihre Vorrangschaltung. Sie fahren also zeitgleich mit dem Autoverkehr. Dies habe zwar auch Zeitverzögerungen beim ÖPNV zur Folge, räumt Fischer ein. Es sei allerdings im „allgemeinen Interesse“, dass es sich auf dem Südschnellweg nicht zu sehr staue. Im Berufsverkehr am späten Nachmittag konnte das alles aber nicht helfen. Bereits gegen 16 Uhr standen die Autos bis hin zum Landwehrkreisel. Die Strecke wird täglich von rund 60.000 Fahrzeugen befahren.

Gibt es weitere Schäden?

Während der Arbeiten wird auch geprüft, ob die Übergangskonstruktion noch stärker beschädigt ist und sie möglicherweise vor dem geplanten Abriss der Brücke 2023 komplett erneuert werden müsse. „Wenn das der Fall wäre, hätte das natürlich weitere Sperrungen im Laufe diesen Jahres oder im kommenden Jahr zur Folge“, erklärt Fischer. Ob das notwendig werde, müsse sich nun zunächst aber erst einmal zeigen.

Von Sascha Priesemann

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