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Meine Stadt So will Belit Onay Hannovers OB werden
Hannover Meine Stadt So will Belit Onay Hannovers OB werden
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12:58 07.06.2019
Belit Onay will Oberbürgermeister von Hannover werden. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

“Wohnen darf in Hannover kein Luxus sein – Bildung auch nicht.“ Mit diesem kurzen Statement umreißt Belit Onay wesentliche Punkte seiner politischen Perspektive. Der Landtagsabgeordnete der Grünen (38, vereiratet, ein Sohn) will OB werden.

Ratsfraktion und Parteivorstand haben sich am Donnerstag Abend einstimmig für die Nominierung Onays ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung über die Kandidatur treffen am Mittwoch die Mitglieder.

Die CDU hat den Ex-Vorstandschef von VWN, Eckhard Scholz, als Kandidaten vorgeschlagen. Die SPD tritt mit Ex-Finanzdezernent Marc Hansmann an. Gegen beide rechnet sich Onay sehr gute Chancen aus. Sein Kommentar zu Hansmann: „Ich glaube nicht, dass der SPD ein sauberer Übergang gelungen ist.“ Sein Kommentar zu Scholz: „Alle reden übers Klima –bloß nicht die CDU.“

Kritik an Schottergärten

Klimaschutz steht für den Grünen, der früher Ratsmitglied in Hannover war, ganz obenan. Das Thema, das den Grünen Rekordergebnisse bei der Europawahl bescherte, liege ihm am Herzen, betont er – und kritisiert gleich darauf den neuen Trend zu Schottergärten.

Ganz kurz seine Bemerkungen zur Rathausaffäre. Wegen gesetzeswidriger Gehaltszulagen an seinen ehemaligen Büroleiter Frank Herbert hat die Staatsanwaltschaft Hannover den früheren OB Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) wegen schwerer Untreue angeklagt. Er beantragte seine Versetzung in den Ruhestand. Ex-Personalderzernent Harald Härke ist wegen der Vorgänge ebenfalls angeklagt.

Das darzustellen, als hätten „drei Männer sich verhakt“, sei schwierig, findet Onay. Rat und Verwaltung brauchten ein starkes Immun- oder Kontrollsystem.

„Unser Kandidat steht auch für feministische Inhalte.“

Der 38-Jährige freut sich über seine Nominierung. Die Namen der Männer und Frauen, die mit ihm im Rennen waren, nennt Grünen-Fraktionschefin Freya Markowis nicht. Angeblich, so die Information der NP, sollen darunter Ex-Umweltminister Stefan Wenzel und Bielefelds Erste Beigeordnete Anja Ritschel, früher städtische Fachbereichsleiterin, gewesen sein.

Markowis findet: „Unser Kandidat steht auch für feministische Inhalte.“ Was für sie noch wichtiger ist: Mit ihm als OB-Kandidat seien die Grünen „auf Augenhöhe mit SPD und CDU.“

Gewählt wird am 27. Oktober. Auf diesen Termin haben sich die Ratsfraktionen geeinigt. Falls eine Stichwahl nötig ist, wird diese am 10. November stattfinden.

Von Vera König

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