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Meine Stadt So läuft Hannovers Oberbürgermeister-Stichwahl
Hannover Meine Stadt So läuft Hannovers Oberbürgermeister-Stichwahl
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08:00 10.11.2019
Alles vorbereitet: Die Urnen für die Stichwahl am Sonntag hat die Stadt in einer Lagerhalle aufbewahrt. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Wenn am Sonntag Hannover zur Stichwahl des Oberbürgermeisters aufgerufen ist, ändert sich für die Wähler wenig. Der entscheidende Unterschied: Auf dem Stimmzettel sind nicht mehr zehn Bewerber aufgelistet, sondern nur noch CDU-Kandidat Eckhard Scholz auf der linken Seite sowie der Grüne Belit Onay auf der rechten Seite.

Die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet und schließen um 18 Uhr. Gegen Vorlage der Wahlbenachrichtigung (sie hat auch bei der Stichwahl Gültigkeit) oder alternativ des Personalausweises bekommen die Wähler einen Stimmzettel, auf dem die zwei Kandidaten aufgelistet sind. Jeder Wähler darf von anderen unbeobachtet in der Wahlkabine ein Kreuz auf dem Stimmzettel machen. Bei mehreren Kreuzen wird dieser ungültig. Das gilt auch für Anmerkungen und Kommentare. Anschließend kommt der Stimmzettel in die Wahlurne.

Nur ein Kreuz machen: So sieht der Stimmzettel aus, mit dem am Sonntag Eckhard Scholz oder Belit Onay gewählt werden können. Quelle: Landeshauptstadt Hannover

1052 neue Wahlberechtigte am Sonntag

Wahlberechtigt sind nach Auskunft der Stadt am Sonntag 402.129 Hannoveraner. Das sind 282 mehr als bei der ersten Runde am 27. Oktober. Laut Stadtsprecher Dennis Dix liegt das daran, dass seitdem 132 Wahlberechtigte zwischen Haupt- und Stichwahl das erforderliche Alter von 16 Jahren erreicht haben. Zudem sind 920 Zugezogene dazu gekommen, die nun das Kriterium erfüllen, dass sie mindestens drei Monate vor dem Wahltag in Hannover wohnen.

Von diesen 1052 Personen, die in der ersten Runde noch nicht wählen durften, müssen allerdings die Weggezogenen sowie Verstorbenen abgezogen werden. Neben dem Mindestalter von 16 Jahren und dem Wohnsitz ist eine weitere Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl, dass der Bürger einen deutschen Pass hat oder den eines anderen EU-Landes.

Gestiegenes Interesse an der Briefwahl

Bis zur Schließung der Briefwahlstellen am Freitag um 13 Uhr hatte die Stadt 46.266 Briefwahlunterlagen herausgegeben. Das macht Hoffnung auf eine bessere Wahlbeteiligung als bei vorangegangenen Stichwahlen. Denn vor der Hauptwahl am 27. Oktober hatte die Stadt 3719 weniger Briefwahlunterlagen herausgegeben. In Hannover hat es bisher zwei Oberbürgermeister-Stichwahlen gegeben. 1996, als Herbert Schmalstieg (SPD) gegen Rita Pawelski (CDU) antrat, sank die Wahlbeteiligung von Haupt- zur Stichwahl von 57 Prozent auf 44,7 Prozent. Allerdings wurde damals in der ersten Runde auch der Rat gewählt.

Dramatisch sackte die Wahlbeteiligung 2013 ab, als in der Stichwahl Stefan Schostok (SPD) gegen Matthias Waldraff (CDU) antrat. Sie fiel von 68 Prozent in der Hauptwahl auf nur noch 38,2 Prozent in der Stichwahl ab. Der große Unterschied erklärt sich allerdings auch damit, dass 2013 zeitgleich zur OB-Hauptwahl auch der Bundestag gewählt wurde.

Aktuelle Entwicklungen am Wahltag im NP-Liveticker

In diesem Jahr lag die Wahlbeteiligung in der Hauptwahl bei 46,5 Prozent. Die um knapp neun Prozent gestiegene Beteiligung an der Briefwahl könnte darauf deuten, dass derfinale Wahlkampf zwischen Scholz und Onay noch einmal das Interesse gesteigert hat. Sicher ist das allerdings nicht. Noch bis Sonntag um 18 Uhr können Briefwähler ihre Unterlagen in eine Urne im Neuen Rathaus werfen, die neben dem Pförtnerhäuschen im Eingangsbereich steht.

Erste Wahlergebnisse will die Stadt ab 18.20 Uhr nach und nach veröffentlichen. Voraussichtlich bis 20 Uhr soll nach Einschätzung der Verwaltung der neue Oberbürgermeister feststehen. Alle aktuellen Entwicklungen am Wahltag können Sie auf www.neuepresse.de in einem Liveticker verfolgen.

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Von Christian Bohnenkamp

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