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Meine Stadt Sie packen Entdeckerboxen für den guten Zweck
Hannover Meine Stadt Sie packen Entdeckerboxen für den guten Zweck
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06:40 31.10.2018
Sie haben ganz schön was zu tun (von links): Melanie Wolpers (19), Sandy-Jo Herrmann (21) und Neele Boltjes (25) packen 1000 Entdeckerpakete. Die haben sich zwei Studentinnen ausgedacht – für den guten Zweck. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Wenn Olja Yasenovskaya von der sogenannten Entdeckerbox spricht, doch, man muss es wirklich so sagen, dann versprüht sie Freude. Sie ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Hannover an der Expo Plaza 2, darum ist Verkaufen natürlich ihr Geschäft.

Aber wenn Yasenovskaya von Franziska Boas und Julia Elpel spricht, dann kauft man ihr die Freude ab. Die beiden sind Studentinnen, sie haben das Fach Szenografie-Kostüm-Experimentelle Gestaltung an der Hochschule belegt und lernen im dritten Semester. Außerdem hatten sie eine Idee: Sie wollten ein Projekt auf den Weg bringen, mit dem sie auch etwas Gutes bewerkstelligen könnten.

Diese Idee entwickelten sie gemeinsam mit Philipp Künzel, dem Marketing-Chef der Rösterei 60 Grad, die ebenfalls auf dem Expo-Gelände ansässig ist. Sie überlegten sich folgendes: Aus alten Kaffeesäcken wollten sie selbst 1000 neue kleine Säckchen schneidern. „Das haben sie probiert“, berichtet Sprecherin Yasenovskaya, „aber sie haben schnell festgestellt: Dafür brauchen sie eine Polsterei.“ Sie fanden eine. Und diese Polsterei fertigte aus den alten Säcken die gewünschten 1000 neuen. „Dabei ist kein Verschnitt entstanden“, weiß Yasenovskaya, „das ist etwas, das wir unseren Studenten vermitteln wollen: Nachhaltigkeit. Und das haben die beiden hier umgesetzt. Sie haben nicht nur auf Recycling gesetzt, indem sie aus den alten Kaffeesäcken neue Geschenkverpackungen hergestellt haben, haben sie ein tolles Beispiel von Upcycling gegeben.“

Für den Inhalt der Säckchen kommt die Rösterei 60 Grad ins Spiel: Sie stellt für jedes der 1000 Säckchen je vier Mini-Beutel Kaffee zur Verfügung, jeder Beutel enthält 100 Gramm unterschiedlicher Röstungen. Fehlte nur noch, den Kaffee in die Beutel zu packen und so die Entdeckerboxen fertig zu stellen. Dafür organisierten die beiden Studentinnen Räume beim Annastift, einem weiteren Nachbarn auf der Expo-Plaza. Das Stift bildet dort junge Menschen mit Behinderung in Berufszweigen wie der Elektrotechnik, der Hauswirtschaft oder der Fahrradtechnik aus. Die Azubis vom Annastift halfen den Studentinnen.

Nun soll das studentische Nachbarschaftsprojekt verkauft werden: Die 1000 Beutel kommen in den Handel und sind für 15,– Euro das Stück zum Beispiel im Café 60 Grad an der Expo Plaza zu haben, am Stand der Kaffeerösterei in der Markthalle, in einigen Supermärkten der Stadt und online unter 60grad.com. Jeweils ein Euro geht beim Verkauf an das Annastift, auch der soziale Aspekt war den Studentinnen wichtig. Das begeistert auch 60-Grad-Marketing-Mann Künzel. Er schwärmt: „Das Beispiel dieses Projektes zeigt, wie toll der Standort Expo Plaza ist und wie partnerschaftlich hier zusammengearbeitet wird.“ Und warum Olja Yasenovskaya sich so sehr darüber freut, was die Studentinnen da auf den Weg gebracht haben.

Von Verena Koll

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