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Meine Stadt Sexueller Missbrauch: Anklage gegen Ex-Fußballtrainer
Hannover Meine Stadt Sexueller Missbrauch: Anklage gegen Ex-Fußballtrainer
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15:43 25.09.2019
An dieser Schule war der Lehrer als Fußballtrainer beschäftigt.
Hannover

Seine Schützlinge träumten von einer großen Sportler-Karriere. Das Vertrauen von zehn Kindern und Jugendlichen nutzte der ehemalige Leiter einer Fußball-AG an der KGS Ronnenberg (Marie Curie Schule) aus, um sich an ihnen zu vergehen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 51-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs erhoben. 42 Taten werden ihm vorgeworfen. Der Strafrahmen liegt zwischen zwei und 15 Jahren Freiheitsstrafe.

Zwischen Januar 2018 und Juni 2019 soll sich Andreas W. an zehn Jungen im Alter von zwölf bis 18 Jahren vergangen haben. „Es wurde Anklage erhoben wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern, sexuellen Missbrauchs an Jugendlichen und sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen“, bestätigte Staatsanwältin Kathrin Söfker am Mittwoch der NP. Der 51-Jährige soll sich im Rahmen seiner AG-Tätigkeit das Vertrauen von fußballerisch besonders talentierten Kindern und Jugendlichen erschlichen haben, in dem er ihnen eine besondere Leistungsförderung versprochen haben soll. Dafür müsse er die jungen Nachwuchsfußballer allerdings medizinisch untersuchen. Angeblich habe er ihnen sogar eine Profi-Karriere in Aussicht gestellt.

Opfer in Hotel gelockt

Den großen Traum vom bezahlten Fußball vor Augen willigten die zehn Kinder und Jugendlichen ein, sich mit W. jeweils einzeln in einem Hotel im Stadtteil Bornum zu treffen. Dort soll der 51-Jährige die Kinder laut Staatsanwältin Söfker „unsittlich berührt“ haben. Weitere Details zu den sexuellen Handlungen nannte sie nicht. Angesichts der Vielzahl der Taten, habe sich der Mann mindestens an einigen Opfern mehrfach vergangen.

Strafrahmen liegt zwischen zwei und 15 Jahren Gefängnis

Nachdem sich Eltern von Opfern an die Polizei gewandet hatten, wurde W. Ende Juni auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Ronnenberg festgenommen. Wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr sitzt er seitdem in Untersuchungshaft, die Taten habe er aber laut Staatsanwaltschaft aber weitestgehend gestanden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im Umland von Hannover hatten die Ermittler mehrere Datenträger beschlagnahmt und ausgewertet. „Die Ergebnisse sind aber nicht Gegenstand der Ermittlungen“, sagt Söfker. Kinderpornografisches Material sei demnach nicht gefunden worden. W. drohen nun mehrere Jahre Gefängnis. „Der Strafrahmen“, erklärt Söfker, „liegt zwischen zwei und 15 Jahren.“ Der Fall wird vor der großen Jugendkammer des Landgerichts verhandelt, ein Termin steht noch nicht fest.

Lesen Sie auch: Nach Missbrauchsfall – so wollen Stadt und Vereine die Gefahr minimieren

Von André Pichiri

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