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Meine Stadt Stadtbibliothek: Jetzt auch Filme im Angebot
Hannover Meine Stadt Stadtbibliothek: Jetzt auch Filme im Angebot
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18:47 30.01.2019
CHEFIN DER STADTBIBLIOTHEK HANNOVER: Carola Schelle-Wolff in der Hauptstelle in der Hildesheimer Straße.
CHEFIN DER STADTBIBLIOTHEK HANNOVER: Carola Schelle-Wolff in der Hauptstelle in der Hildesheimer Straße. Quelle: Behrens
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Hannover

Die Stadtbibliothek Hannover bietet nicht nur Les- und Hörbares (Bücher, Hörbücher, Musik-CD), sondern auch Sehbares: Seit Dezember ist das Angebot des „Streaming“-Dienstes „Filmfriend“ im Internet für Bibliotheksausweisbesitzer zugänglich. Dort finden sich laut Bibliotheks-Chefin Carola Schelle-Wolff so um 500 Filme, werden wöchentlich Titel neu aufgenommen oder aussortiert, sind besonders viele deutsche Filme im Angebot, „aber keine Blockbuster oder Actionfilme“. Und die ersten Wochen zeigten: Das Filmangebot „wird sehr gut angenommen“ - es gab schon 564 „Abrufe“.

Zahl der Besucher leicht gesunken

Sowohl die Besucherzahl (von 1,463 auf 1,421 Millionen) als auch die Zahl der Entleihungen (von 4,338 auf 4,277 Millionen) sei „leicht gesunken“ – das liege aber „nach wie vor auf einem hohen Niveau“ und in der Bandbreite der vergangenen zehn Jahre. Zugelegt habe die Ausleihe von „E-Books“: um 30 Prozent. Diese „elektronischen Bücher“ können per Computer (mobil oder stationär) oder mit speziellen Lesegeräten („Reader“, etwa Tolino, nicht aber die vom Typ Amazon-Kindle) genutzt werden. Darum bietet die Stadtbibliothek auch zwei Mal je Woche eine „E-Reader-Sprechstunde“ an, die gut besucht werde. Um gut 50 Prozent habe die Nutzung der angebotenen Datenbanken (Zeitungsarchive, Wissenswerke) zugelegt. Möglichst noch in diesem Jahr möchte die Bibliothek auch die Digitalisierung ihres eigenen Zeitungsbestandes starten – der reiche zurück bis etwa Mitte des 18. Jahrhunderts.

Krimis und Thriller sehr gefragt

Romane seien weiter sehr gefragt – besonders Krimis und Thriller, wo es „einen Trend zu immer mehr Blut“ gebe. Am gefragtesten aber seien Kinder- und Jugendbücher. Kein Wunder: Immerhin sei knapp die Hälfte der 71.000 Bibliothekskunden unter 18 Jahre alt. Und gibt es besonders viele Aktionen, die sich an diese Zielgruppe richten, meist in Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen. Da habe es vergangenes Jahr 3500 Veranstaltungen gegeben – 300 mehr als im Jahr davor.

GEFRAGTESTES ERWACHSENENBUCH: Sebastian Fitzeks Thriller Flugangst 7A. Quelle:  

Während das meistausgeliehene „Erwachsenenbuch“ der Psychothriler „Flugangst 7A“ von Sebastian Fitzek war (alles etwas mehr als 20 Exemplare etwas über 400-Mal) brachte es das Kinderbuch „Gregs Tagebuch – Und Tschüss“ von Jeff Kinney bei 30 Exemplaren auf gut 1200 Ausleihungen.

MEISTAUSGELIEHEN: Nummer 12 der Gregs Tagebuch-Reihe.

Das Top-Sachbuch „Raus aus der Demenzfalle“ von Gerald Hüther kam auf 273 Ausleihungen. Die Nachfrage nach Sachbüchern sei generell gesunken: „Da scheint es eine Tendenz zum Abstieg zu gebe – weil man inzwischen viele Informationen übers Internet bekommt“, sagt Schelle-Wolff.

Bei den Hörbüchern landeten unter den Top-Zehn-Titeln sieben aus der Reihe „Die drei !!!“ – die 2006 gestartete Mädchen-Variante der seit 1968 laufenden Jungens-Detektivreihe „Die drei ???“

Und die Top-5 der ausgeliehenen CD sind die „Bravo-Hits“-Scheiben 96 bis 100. Spitzenreiter Nummer 98 (aus dem Sommer 2017) war 399-mal ausgegeben worden.

Von Ralph Hübner