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Meine Stadt Schwarzarbeit! Bauunternehmer muss zahlen
Hannover Meine Stadt Schwarzarbeit! Bauunternehmer muss zahlen
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12:51 26.07.2018
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Hannover

Sieben auf einen Streich: So viele Mitarbeiter aus Osteuropa arbeiteten laut Zoll zwischen Mai 2013 und Juni 2015 bei dem Bauunternehmer aus der Landeshauptstadt.

„Entgegen seiner Verpflichtung meldete er sie nicht zur Sozialversicherung an, sondern schloss mit den Männern Subunternehmerverträge. Danach waren die Arbeiter als selbstständige Handwerker für ihn tätig“, erklärt Hans-Werner Vischer. Der Sprecher vom Hauptzollamt Hannover weiter: Tatsächlich hätten die Osteuropäer Arbeiten ausschließlich nach Weisung des 50-Jährigen ausgeführt.

„Sie hatten zudem keine eigenen Werkzeuge und trugen Arbeitskleidung mit dem Logo des Unternehmens“, sagt Vischer. Nach Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung sei die Arbeit der sieben Handwerker nicht als selbstständige Tätigkeit zu werten gewesen.

Neben den „selbstständigen“ Subunternehmern waren weitere Arbeitnehmer für den 50-Jährigen tätig. Diese waren ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet, so der Sprecher. „Doch für die als Schwarzarbeiter tätigen Subunternehmer führte der 50-Jährige weder die vorgeschriebenen Arbeitgeberanteile noch die Arbeitnehmeranteile an die AOK Niedersachsen ab. Dort entstand dadurch ein Beitragsschaden von 124000 Euro.“

Diese Summe muss der Verurteilte jetzt an die AOK nachzahlen. Zuvor hatte das Amtsgericht den 50-Jährigen wegen „Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt“ zu einer Geldstrafe von 500 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt.

Von Andreas Körlin