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Schützenfest Hannover 2019 Fahrgeschäfte auf dem Schützenfest: Wenn der Magen Purzelbäume schlägt
Hannover Meine Stadt Schützenfest Hannover 2019 Fahrgeschäfte auf dem Schützenfest: Wenn der Magen Purzelbäume schlägt
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18:44 28.06.2019
Neuer Dreh für mehr Nervenkitzel : Beim „Ghost Rider“ drehen sich die Gondeln munter in alle Richtungen – Überschlag inklusive. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

23 Fahrgeschäfte warten beim Schützenfest auf Karussell-Fans und Achterbahn-Junkies. Acht davon sind erstmals in Hannover am Start. Die NP hat pünktlich zum Auftakt am Freitag getestet, was in diesem Jahr besonders viel Spaß macht.

Ein neuer Dreh, um den Magen zu ärgern

Gondeln, die auf einer drehend Plattform im Kreis wirbeln, das Erfolgsrezept des „Break Dancer“ wird immer wieder um kleine Gemeinheiten verfeinert. Auch der „Ghost Rider“ hat einen neuen ganz Dreh gefunden, die Mägen der Insassen Purzelbäume schlagen zu lassen. Los geht die Fahrt noch relativ gemächlich. Mit zunehmendem Tempo fangen die Gondeln aber immer stärker an zu schwingen. Wer da noch die Hoffnung hat, dass bei 180 Grad Schluss mit lustig ist, muss ganz tapfer sein. Natürlich überschlagen sich die Gondeln fortan munter in alle Richtungen. Horizontal, vertikal, ganz egal – nach kurzer Zeit habe ich die Orientierung verloren. Fazit: Der Magen hat gehalten, die Frisur nicht. Eintritt 4 Euro

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Neuer Dreh für mehr Nervenkitzel : Beim „Ghost Rider“ drehen sich die Gondeln munter in alle Richtungen – Überschlag inklusive. Quelle: Droese

Mit der VR-Brille ins Fantasy-Abenteuer

„Dr. Archibald“ muss man nicht nur mit eigenen Augen, sondern auch mit Virtual-Reality-Brille auf der Nase sehen. Für den Betrachter von außen wirkt es nämlich so gar nicht spektakulär, wie das kleine Wägelchen auf Schienen durchs Gebäude rattert. Der Mitfahrer taucht hingegen in spektakuläre Fantasy-Welten ein, in denen er über Dinosaurierhälse rutsch, durch die Städte der Zukunft fliegt und von riesigen Meeresmonstern attackiert wird. Tatsächlich gaukelte mir die VR-Brille ein Abenteuer mit Indiana-Jones-Feeling vor. Leider wollte mein Wagen nicht so richtig und musste schließlich von den Angestellten geschoben werden. Ansonsten ist „Dr. Archibald“ durchaus eine Zeitreise wird. Eintritt: 7 Euro.

Ohne Brille läuft hier nichts: Dank Virtual Reality taucht man bei „Dr. Archibald“ in eine Fantasy-Welt ein. Quelle: Droese

Hip-Hop fürs Hinterteil

Der „Hip Hop Jumper“ sieht vergleichsweise regelrecht gemütlich aus. Schließlich sind die Bänke in dem runden Käfig nicht mal mit Sicherheitsbügeln gesichert. Denkste! Denn dieser Hip-Hop-Hüpfer dreht sich nicht nur um die eigene Achse. Plötzlich ruckelt und zappelt er auch noch so heftig, dass ich unversehens von der Bank rutsche und nur noch mit den Händen am Geländer hänge. Bis ich mir abgeguckt habe, wie sich meine jungen Sitznachbarn mit einer Hand an der Sitzfläche festkrallen, habe ich schon die ersten blauen Flecken kassiert. Man muss keinen Hip-Hop mögen, um hier mitzufahren, sollte aber auch kein zartbesaitetes Hinterteil haben. Eintritt: 3,50 Euro.

Runde Sache für eher jüngeres Publikum: Der „Hip Hop Jumper“. Quelle: Droese

Rasante Hängepartie

Für eine Achterbahn sieht der „Euro Coaster“ erstmal nicht sehr hoch aus. Nervenkitzel und Magenkribbeln beschert das Fahrgeschäft aber trotzdem allemal. Denn auf Boden unter den Füßen muss ich hier gänzlich verzichten. Stattdessen hänge ich unter den Schienen beinebaumelnd in der Gondel. Die Hängepartie der rasanten Art, überrascht mit ruckartigen Richtungswechseln und plötzlich abfallenden Abschnitten, die sich deutlich steiler anfühlen, als sie aussehen. Hoch und runter, hoch und wieder runter. Für gestählte Achterbahn-Junkies darf es vielleicht noch einen Gang härter sein. Mir hat’s hingegen gereicht. Eintritt: 5 Euro

Achterbahn als Hängepartie: Der „Euro Coaster“ punktet mit ruckartigen Richtungswechseln und plötzlich abfallenden Abschnitten. Quelle: Droese

Traumhafter Blick über Hannover

Das höchste kommt zum Schluss. Der Name „Jules Vernes Tower“ klingt für ein Kettenkarussell erstmal originell. Statt in 80 Tagen um die Welt geht es hier in 80 Metern Höhe um den Festplatz. Nein, Höhenangst sollte man hier tatsächlich besser nicht haben. Oder man schaut einfach nicht nach unten, sondern lässt den Blick über Hannover schweifen. Der Ausblick ist jedenfalls ein Traum. Erst als der Tower nochmal richtig Gas gibt und die Gondel bei auf 65 Stundenkilometern in die Schräglage drückt, bin ich wieder hellwach und umschließe den Sicherheitsbügel lieber wieder etwas fester. Ein Muss für jeden schwindelfreien Festplatzbesucher. Eintritt 5 Euro.

In 80 Metern Höhe über Hannover: Im „Jules Vernes Tower“ gibt es den schönsten Ausblick des Schützenfestes. Quelle: Droese

Für alle, die vom Schützenfest nicht genug bekommen können, gibt es eine gute Nachricht: Freitags und samstags sind alle Fahrgeschäfte sowie sämtliche weitere Attraktionen bis 1 Uhr geöffnet.

Von André Pichiri