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Meine Stadt Schließfach-Aufbrüche: Polizei geht von Millionenschaden aus
Hannover Meine Stadt Schließfach-Aufbrüche: Polizei geht von Millionenschaden aus
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16:53 15.07.2019
Zahlreiche Schließfächer sind in einer Filiale der Sparkasse zu sehen. Quelle: dpa
Hannover

Frau X weiß genau, was ihr fehlt. „171.285 Euro.“ Das Geld hatte sie in der Sparkassen-Filiale an der Limmerstraße (Linden) im Schließfach deponiert. Daraus ist es verschwunden. „Kein Kratzer, keine Spur am Schließfach“, berichtet sie aufgeregt. „Und ich bin total unterversichert.“

Angeblich decke die Versicherung nur einen Schaden in Höhe von 20.000 Euro, sagt das Opfer der Schließfach-Aufbrüche. Unbekannte hatten vor eineinhalb Wochen in den Filialen Limmerstraße (Linden) und Ferdinand-Wallbrecht-Straße 42 (List) mehrere der 700 Schließfächer geplündert.

Tathergang noch ein Rätsel

Wie es den Tätern gelang, die Sicherheitsschranken zu überwinden, ist offenbar noch ein Rätsel. Die Eingangsbereiche sind über eine Magnetstreifenkarte und einen fünfstelligen PIN-Code gesichert, die Fächer mit einem Schlüssel zu öffnen. Für jedes Fach gibt es zwei –und die sind im Besitz des Kunden.

Ein Kunde hatte am Montag vergangener Woche den Diebstahl aus seinem Fach bemerkt. Er informierte Polizei und Filialleitung. Die Sparkasse habe noch nicht alle Betroffenen erreicht, so ihr Sprecher Stefan Becker.

Deshalb steht der Schaden noch immer nicht exakt fest. „Im Beisein der Polizei wird das Fach geöffnet,“ so die Info der NP. Bei Frau X fehlte das Geld, alle Dokumente ihres Mannes waren noch vorhanden.

Kaufmann um 250.000 Euro bestohlen

„Ein Kaufmann hatte 250.000 Euro in seinem Fach“, sagt die Betroffene. Einer Bekannten sei wertvoller Schmuck gestohlen worden. Von einem „Schaden in sechsstelliger Höhe“, berichtet auch eine türkische Familie.

Sparkassenchef Heinrich Jagau hatte Hilfe versprochen. Grundsätzlich seien Kunden für die Versicherung der Schließfächer verantwortlich. „Wir werden sie allerdings dabei unterstützen, die entstandenen Schäden zu regulieren.“ Die Sparkasse weist beim Abschluss des Mietvertrages auf die Versicherung hin.

Keine Videoaufnahmen

Der Bereich mit den Schließfächern wird nicht von Kameras überwacht – wegen der Diskretion. In Linden kursiert das Gerücht, die Täter seien durch den Keller eingedrungen. Die Polizei: „Auch dies ist Gegenstand der Ermittlungen und kann aus diesem Grund zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden.“

Fast zeitgleich zu den Aufbrüchen in Hannover passierte Ähnliches in der Sparkasse Harburg-Buxtehude in Buchholz (Nordheide). Die Polizei: „Wir prüfen die Tatzusammenhänge und stehen in einem engen Austausch mit den Kollegen.“

Von Vera König

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