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Meine Stadt Sanierungskosten für Schulen und Kitas explodieren
Hannover Meine Stadt Sanierungskosten für Schulen und Kitas explodieren
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19:51 13.09.2019
Sanierungsfall:: Der Umbau der Goetheschule in Herrenhausen soll dieses Jahr abgeschlossen werden. Quelle: Villegas
Hannover

Die Sanierung von Schulen und Kitas in Zeiten explodierender Baukosten kommt die Stadt Hannover teurer zu stehen als gedacht. Auf das über 500 Millionen Euro schwere Investitionsmemorandum muss noch einiges draufgepackt werden. Um die bis 2023 fest eingeplanten Bauprojekte finanzieren zu können, sind mindestens 605 Millionen Euro nötig – 85 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant.

Ohne Schulden geht es nicht

So viel steht fest: Ohne neue Schulden wird die Stadt das gewaltige Paket nicht stemmen können. „Wir werden zunächst aber alles im eigenen Hause tun müssen und alle Möglichkeiten der Finanzierung ausschöpfen, bevor wir neue Kredite aufnehmen“, stellte Frank Heidenbluth, Fachbereichsleiter für Finanzen, am Freitag im Ausschuss für Liegenschaften klar. So will sich die Verwaltung selbst einen „restriktiven“ Haushalt verordnen, Überschüsse sollen in das Memorandum fließen.

Verkauf von Grundstücken?

Auch der Verkauf von Grundstücken und Gebäuden, die Einsparung von Honoraren mittels Eigenfertigung sowie eine konsequentere Nutzung von Fördermitteln sollen zusätzliche Einnahmen in die Kasse spülen. Die bis 2023 geplanten Projekte werden laut Stadt in jedem Fall umgesetzt.

Kritik von der CDU

Kritik kam aus den Reihen der CDU. Sie warf der politischen Führung im Rathaus „Augenwischerei“ vor. Für die fehlenden Millionen im Investitionspaket seien nicht allein gestiegene Baukosten verantwortlich, sondern die Fehlplanung der frühen Stadtspitze um Ex-Oberbürgermeister Stefan Schostok sowie Ex-Kämmerer Marc Hansmann – OB-Kandidat der SPD. „Die politische Führung im Rathaus muss die Verantwortung für die Fehlplanung übernehmen“, sagte Ratsherr Maximilian Oppelt.

Von André Pichiri

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