Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Sanierung des Bredero liegt weiter auf Eis
Hannover Meine Stadt Sanierung des Bredero liegt weiter auf Eis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:36 23.03.2018
Anzeige
Hannover

„Wir haben alle Unterschriften der Eigentümer für den Umbau zusammen, nur die Firma Euroboden will nicht, der einer der Wohnungen gehört. Es droht ein Stillstand über Jahre“, sagte Hans Pluis, Chef von Maxime am Freitag. Das Immobilienunternehmen aus München hatte über eine Tochterfirma eine 38 Quadratmeter große Wohnung im 20.Stock des Hauses gekauft und verweigert eine nachträgliche Zustimmung zum Umbau. Zum Zeitpunkt des Kaufes sei man nicht über die Sanierung informiert worden, so Firmenchef Stefan Höglmaier zur NP.

Ein Gerücht, wonach seine Firma gegen eine Zahlung von einer Million Euro bereit sei, seine Zustimmung zu geben, wies er von sich: „Da ist absolut nichts dran.“ Das Nein begründet Höglmaier mit der Art der geplanten Sanierung: „Bei so einem Gebäude, das exemplarisch für den Baustil des Brutalismus steht, kann man nicht so einfach mit champagnerfarbenen Platten darüber gehen.“ Das seien in keinster Weise ausgereifte Pläne.

Firma blockiert sämtliche Umbauten

Beim Grundbuchamt hat Euroboden deshalb Widerspruch eingelegt und blockiert damit sämtliche Sanierungsarbeiten durch Maxime. Davon betroffen ist auch der Umbau von Büros in Wohnungen in elf Etagen durch den hannoverschen Projektentwicklers Helmut Dannenberg sowie der Abschluss des Verkaufes eines Gebäudeteils an einen britischen Investor.

Beim Amtsgericht Hannover, das die Grundbücher über ihre Rechtspfleger betreut, prüft man den Widerspruch zurzeit. „Sollte dieser Widerspruch nicht entfernt werden, gehen wir zur Klärung vor das Oberlandesgericht Celle“, sagt Hans Pluis. Auch Schadensansprüche an Euroboden werde man dann erheben.

Stadt muss Bauantrag genehmigen

Aktuell prüft die Stadt den inzwischen vollständigen Bauantrag, mit einer Genehmigung rechnet Maxime in Kürze. Was wiederum ein neues Problem aufwirft, da ein Vertrag mit der Stadt regelt, dass Maxime innerhalb von sechs Monaten nach Erteilung der Genehmigung mit der Sanierung beginnen muss.

„Das schaffen wir auf keinen Fall, sollten wir vor das Oberlandesgericht gehen müssen“, so Hans Pluis. Bei der Stadt wolle man dann eine Fristverlängerung erreichen: “Wir sind ja nicht Schuld an der Verzögerung.“

Andreas Voigt