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Meine Stadt Rosinenbomber im Anflug: Das war am Himmel über Hannover los
Hannover Meine Stadt Rosinenbomber im Anflug: Das war am Himmel über Hannover los
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14:49 13.06.2019
„Rosinenbomber“ am Himmel über Hannover. Quelle: Florian Petrow
Faßberg

Eine kleine Luftflotte betagter „Rosinenbomber“ ist am Donnerstag in Erbenheim bei Wiesbaden zu mehreren Zielorten in Norddeutschland gestartet. Bei bestem Flugwetter wurden mehrere der fliegenden Oldtimer gegen Mittag über Hannover und auch Hamburg gesichtet. Sie waren nach Bundeswehr-Angaben unterwegs zu Landeplätzen im schleswig-holsteinischen Jagel und Nordholz-Spieka (bei Cuxhaven) und wurden gegen 1600 Uhr in Faßberg erwartet.

Drei Maschinen waren unterhalb der Wolken zu erkennen. Quelle: Florian Petrow

Verspäteter Start wegen schlechten Wetters

Die Propellerflugzeuge vom Typ DC-3 sollten ursprünglich am Mittwoch starten, mussten dann aber wegen schlechter Wetterverhältnisse am Boden bleiben. Nur eine Maschine hatte es bis zum Militärflugplatz Faßberg geschafft, während zwei weitere in Nordholz-Spieka landeten. Die Maschinen erinnern an die Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren, bei der die angeflogenen Orte eine wichtige Rolle spielten.

Drei Maschinen waren unterhalb der Wolken zu erkennen. Quelle: Florian Petrow

Festakt am Freitag in Faßberg

Am Vortag war bereits Gail Halvorsen in Faßberg eingetroffen. Der heute 98 Jahre alte US-Pilot warf während der sowjetischen Blockade West-Berlins Süßigkeiten für die Kinder ab und wurde als erster „candy bomber“ Symbol für die Hilfsaktion. Nachdem die Sowjetunion Straßen, Schienen und Wasserwege hatte sperren und den Strom abschalten lassen, versorgten Briten und Amerikaner von Juni 1948 an mit mehr als 270 000 Flügen die damals mehr als zwei Millionen Einwohner West-Berlins etwa mit Lebensmitteln und Kohle. Die DC-3, die als Militärversion C-47 heißt, spielte dabei eine zentrale Rolle. In Faßberg ist für Freitag ein Festakt geplant.

Von Ralf Krüger, dpa

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