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Meine Stadt Einparken in 18 Sekunden: So soll das automatische Fahrrad-Parkhaus funktionieren
Hannover Meine Stadt Einparken in 18 Sekunden: So soll das automatische Fahrrad-Parkhaus funktionieren
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20:57 12.09.2019
Viel Platz: 240 Räder sollen in dem automatischen Parkhaus am Wunstorfer Bahnhof unterkommen. Quelle: Grafik: Region Hannover
Hannover

In vielen Kommunen in den Niederlanden sind sie schon Standard. Nun soll auch die Region Hannover ihr erstes hochmodernes, automatisches Fahrrad-Parkhaus bekommen. Am Bahnhof in Wunstorf soll es entstehen, für rund 1,5 Millionen Euro. Der Verkehrsausschuss der Region hat dem Vorhaben am Donnerstag einstimmig seinen Segen gegeben.

Die Abstellanlagen für Fahrräder am Wunstorfer Bahnhof sind aktuell chronisch überlastet. Rund 240 sollen in zwei Türmen – sicher vor Vandalismus – unterkommen. „Wenn sich das Modell bewährt, werden wir ein solches Projekt auch an anderen Standorten realisieren“, kündigte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz an. In Frage kämen zum Beispiel der Bahnhof Lehrte oder der Bismarckbahnhof in Hannover.

Parkhaus kostenlos für Nutzer von GVH-Monatskarten

Nur 18 Sekunden soll es dauern, bis ein Fahrrad ein- oder ausgeparkt ist. Wer sein Rad in den Türmen abstellt, bekommt einen Chip. Per App soll es möglich sein, zu schauen, wie voll das Parkhaus ist und einen Platz für ein Fahrrad zu reservieren.

Wer eine GVH-Monatskarte hat, soll das Parkhaus kostenlos nutzen können. Verkehrsdezernent Franz sieht in dem Projekt einen „Beitrag zur Verkehrswende“. Solche Park&Ride-Konzepte hätten „richtig Potenzial“. Er will sie auch für Autos weiter ausbauen, damit weniger davon nach Hannover unterwegs sind. Noch lieber sei es ihm aber, wenn die Bürger das Rad nutzten. „Um die gleiche Anzahl Autos unterzubringen bräuchten wir viel mehr Platz“, so Franz.

Zug verpassen wegen Fahrrad-Parkhaus?

Die jährlichen Betriebskosten kalkuliert die Region mit rund 10.000 Euro. Sie will sich diese mit der Stadt Wunstorf teilen. Geplant sind in dem Rad-Parkhaus auch 24 Schließfächer mit Stromanschluss, in denen Pedelec-Fahrer ihre Akkus aufladen können.

AfD-Vertreter Frank Jacobs fürchtet allerdings, dass Radfahrer ihren Zug verpassen könnten, wenn im Berufsverkehr viele gleichzeitig ihr Rad abstellen und jeweils 18 Sekunden warten müssen. Dezernent Franz sieht das Problem nicht. Eine ähnliche Anlage gebe es bereits an einem großen Schulzentrum in Süddeutschland. „Da funktioniert das auch“, versicherte er.

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Von Christian Bohnenkamp

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