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Meine Stadt Regiobusse sollen raus aus der Kurt-Schumacher-Straße
Hannover Meine Stadt Regiobusse sollen raus aus der Kurt-Schumacher-Straße
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00:17 10.01.2018
Wieder Probleme: Auch nach dem Umbau war es vor Weihnachten zu voll. Die Bahnen mussten in den Tunnel.  Quelle: Foto: Dillenberg
Hannover

 Die Kurt-Schumacher-Straße hat ein Verkehrsproblem. In der Weihnachtszeit war sie zeitweise so verstopft, dass die Üstra ihre Stadtbahnen kurzfristig durch den Tunnel schicken musste. Ein Szenario, das erst recht droht, wenn wieder Busse in der Straße fahren. Die Stadt setzt sich deshalb dafür ein, die Regiobuslinien 300, 500 und 700 dauerhaft daraus zu verbannen.

In einer aktuellen Stellungnahme an die Region zur geplanten Fortschreibung des Nahverkehrsplans wählt die Stadt deutliche Worte. „Die bisherige Führung durch die Kurt-Schumacher-Straße ist nicht mehr akzeptabel und muss geändert werden“, schreibt sie. Sie fordert eine „neue Linienführung für die Regio-Sprinter-Linien in der Innenstadt bis zum ZOB“.

Derzeit fahren wegen des Umbaus der D-Linie gar keine Busse in der Kurt-Schumacher-Straße. Die Regiobusse werden über den Cityring umgeleitet. „Die Stadtverwaltung schlägt vor, diese Lösung dauerhaft beizubehalten oder eine andere Alternative zur Kurt-Schumacher-Straße zu realisieren“, erklärt Sprecher Dennis Dix. Die derzeitige baustellenbedingte Führung funktioniert nach Einschätzung der Stadt gut. Für sie steht fest: „Eine Herausnahme der Regiobuslinien aus der Kurt-Schumacher-Straße trägt zur Verbesserung der Verkehrssituation bei“, so Sprecher Dix.

Es ist nicht der erste Versuch der Stadt, die Regiobusse zu verbannen. Schon 2015 hatte sie diese Forderung erhoben, konnte sich damit jedoch nicht durchsetzen. Regiobus und Region hatten sich dagegen ausgesprochen.

„Das sind unsere stärksten Linien, die da durchgehen“, sagt Regiobus-Sprecher Tolga Otkun. Den aktuellen Vorstoß der Stadt will er jedoch nicht kommentieren. Dafür sei es noch zu früh. Man wolle „erst die politische Diskussion darüber abwarten“. Auch die Region hält sich derzeit noch bedeckt.

Von C. Bohnenkamp