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Meine Stadt Rathaus-Affäre in Hannover: OB Schostok will Amt nicht ruhen lassen
Hannover Meine Stadt Rathaus-Affäre in Hannover: OB Schostok will Amt nicht ruhen lassen
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17:35 24.04.2019
OB Stefan Schostok
OB Stefan Schostok Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Auf die Frage der NP teilte er mit: „Die Komplexität des Verfahrens wird nun vor Gericht aufgearbeitet. Ich bin ehrlich, und hätte mir eine andere Entwicklung gewünscht und fest mit einer Einstellung gerechnet. Es hat aber nach wie vor alles Bestand, was ich öffentlich geäußert habe. Am Sachverhalt und meiner Haltung hat sich nichts geändert.“

Und weiter schreibt der OB: „Ich vertraue weiterhin der unabhängigen Justiz und werde alles zur Aufklärung beitragen. Dem Ausgang des Verfahrens sehe ich zuversichtlich entgegen. Die Anklageschrift liegt bisher nicht vor und zu Details im laufenden Verfahren werde ich mich nicht äußern. Wie in den vergangenen Monaten werde ich weiterhin meine Verantwortung für die Landeshauptstadt Hannover als direkt gewählter Oberbürgermeister in vollem Umfang wahrnehmen."

Druck dürfte sich erhöhen

Allerdings dürfte sich der Druck auf ihn erhöhen. Die SPD will dem Hauptverwaltungsvbeamten zu einer Vertrauensfrage raten. FDP und Grüne als Bündnispartner im Rat erwarten, dass Schostok zumindest die Amtsgeschäfte ruhen lässt. Ein „Weiter so“ könne es nicht geben. Die CDU fordert Schostok zum Rücktritt auf.

Ministerpräsident nimmt Anklage zur Kenntnis

SPD-Landesvorsitzender und Ministerpräsident Stephan Weil will die Anklage nicht kommentieren. Auf NP-Anfrage teilte er mit: „Dass die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage gegen Stefan Schostok erhoben hat, habe ich zur Kenntnis genommen. Die dadurch entstandene Lage wird jetzt von Oberbürgermeister Schostok und der örtlichen SPD zu bewerten sein. Das wird sicher in den kommenden Tagen in den zuständigen Gremien geschehen."

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Von Vera König