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Meine Stadt Radtour: Gemütlich immer am Kanal entlang
Hannover Meine Stadt Radtour: Gemütlich immer am Kanal entlang
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00:22 25.03.2018
Yachthafen Idensen: Der Freizeithafen bei Wunstorf ist einer der wenigen Häfen am Kanal in Familienhand.
Yachthafen Idensen: Der Freizeithafen bei Wunstorf ist einer der wenigen Häfen am Kanal in Familienhand.  Quelle: Archivfoto
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Hannover

Rund 60 Kilometer am Mittellandkanal entlang radeln, vom Yachthafen Idensen bis zum Kraftwerk Mehrum, und dabei noch 40 Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen, mit anschauen – dieses Freizeitvergnügen quasi vor der eigenen Haustüre bewirbt die Region Hannover jetzt mit Nachdruck.

Dazu wird sie den Weg entlang des Wassers durch die Kommunen Wunstorf, Seelze, Garbsen, Hannover und Sehnde bis zur Grenze zum Landkreis Peine bis zum Sommer durchgehend mit Schildern auszeichnen. Vor allem aber dürfen Radfahrer einige private Wirtschaftswege an der hannoverschen Stadtstrecke mit nutzen, was bislang nicht überall möglich war. Denn immerhin rund 20 der insgesamt 60 Kilometer gehen durch das Gebiet der Landeshauptstadt.

„Wir haben einen Schatz, der bislang noch nicht gehoben worden ist“, sagte der scheidende Umweltdezernent der Region, Axel Priebs, der mit diesen Worten gestern seinen letzten offiziellen Termin eröffnete, bevor er beruflich nach Wien geht. „Radeln am Mittellandkanal“ sei ein neues Element in der regionalen Radwegestrategie: Die Ausschilderung für die ganze Region sei neu, und man schließe damit eine Lücke.

Fahrradrouten entlang des Mittellandkanals gibt es schon einige, sie queren etwa den Kanal, begleiten ihn in Teilabschnitten oder streifen auch nur den künstlichen Wasserlauf. Als durchgängige Radroute ist diese Tour nur in Faltblättern dargestellt und so­mit bislang nur über die zehn Routen der Fahrradregion und den Grünen Ring erreichbar. Nun könne man den Radweg am Kanal direkt ansteuern und mit Hilfe einer Karte touristische Ziele ansteuern, so Priebs.

Als Ort der Naherholung habe Hannover die Wege am Mittellandkanal bereits seit den 1990er Jahren entwickelt, der Kanal sollte als linearer Park durch die Stadt gestaltet werden, sagte Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette bei der gestrigen Vorstellung im Schützenhaus Anderten: „Wer heute in Hannover am Kanal unterwegs ist, sieht und erlebt, dass dieses Vorhaben gelungen umgesetzt wurde.“ Auf dem jetzt ausgewiesenen Weg am Wasser erwarte den Radfahrer eine spannende, erholsame und lehrreiche Tour.

Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke sagte, der Weg am Mittellandkanal ergänze das Radwegenetz in Sehnde um weitere Attraktionen: „Wir wissen, dass die Menschen abseits der Hauptwege gerne Neues entdecken wollen.“
Die Region hat zwei Faltkarten herausgegeben, da sie die Tour am Mittellandkanal in eine Route West vom Yachthafen Idensen bis zum Nordhafen Hannover und eine Route Ost vom Nordhafen über den Gutshof Rethmar bis zum Kraftwerk Mehrum mit je 30 Kilometer Länge geteilt hat. Reihenfolge und Etappenlänge sind beliebig wählbar und auch über die S-Bahnhöfe und Bushaltestellen im GVH gut zu erreichen. „Jeder kann sich seinen Anlaufpunkt individuell aussuchen und von dort seine Radtour starten“, sagt Axel Priebs.

Die beiden Faltkarten gibt es ab sofort im Tourismus-Büro der HMTG am Ernst-August-Platz gegenüber dem Hauptbahnhof und im Bürgerbüro der Region, Hildesheimer Straße. Ein Herunterladen im Internet ist auch möglich: www.hannover.de

Von Andreas Voigt