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Meine Stadt Polen angeklagt: Teure Geräte in Optikerläden erbeutet
Hannover Meine Stadt Polen angeklagt: Teure Geräte in Optikerläden erbeutet
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13:10 16.08.2019
HOHE BEUTE: Zwei Männer sollen im Februar bei Einbrüchen in Optikerläden und Baumärkten hochwertige Messgeräte und Werkzeuge im Wert von 100.000 Euro gestohlen haben. Quelle: dpa
HANNOVER

Mehrfacher Einbruchdiebstahl oder einfach „nur“ Hehlerei? Am Freitag begann vor dem Landgericht Hannover der Prozess gegen zwei Polen, die laut Anklage im Februar bundesweit in mehrere Optikergeschäfte und Baumärkte eingebrochen sind und dort hochwertige optische Messgeräte sowie Werkzeuge gestohlen haben sollen, um sie zu verkaufen. Der Gesamtschaden liegt bei 100.000 Euro.

Teure Messgeräte geklaut

Die Staatsanwaltschaft wirft Krysztof G. (26) und Robert S. (39) 13 Taten im Zeitraum vom 7. Februar bis 16. Februar 2019 vor, mal zerschlugen sie laut Anklage die Glastüren von Optikergeschäften (etwa mit einem Gullideckel) in Hannover, Garbsen oder anderen Städten in Nordrhein-Westfalen und Sachsen und erbeuteten teure Messgeräte im Wert von 8000 bis 20.000 Euro, mal stiegen sie demnach in Baumärkten ein und klauten Motorsägen, Äxte, Akkuschrauber, Zangensets oder Schwingschleifer – hier lag der Wert der gestohlenen Gegenstände zwischen 200 und 3200 Euro. Ziel sei es gewesen, sich durch den Verkauf der Beute eine „größtmögliche Einnahmequelle“ zu sichern.

Unfall mit Laternenpfahl

Aufgeflogen waren die beiden Männer am 16. Februar 2019, als G. nachts volltrunken in Hannover mit dem Auto seines Mitangeklagten zum Kiosk fahren wollte, um neuen Alkohol zu kaufen. Allerdings kollidierte er mit einem Laternenpfahl, schlief im Auto ein – dort fand ihn die Polizei und brachte ihn zur Überprüfung der Personalien in die Wohnung des Mitangeklagten. Dort entdeckten die Beamten dann zufällig die Hehlerware.

Angeklagter streitet Diebstahl ab

Den Großteil der Vorwürfe wies der 26-jährige G. in einer von seinem Anwalt Holger Nitz verlesenen Erklärung zurück: An den Diebstählen sei G. nicht beteiligt gewesen. Er sei erst im Januar 2019 nach Hannover gekommen, um einen Bekannten zu besuchen. Dann habe er in einer polnischen Disko am Steintor den Mitangeklagten Robert S. kennengelernt und sei kurz darauf in dessen Wohnung eingezogen. Am 11. Februar sei ein Kumpel mit Diebesgut zu Besuch gekommen. Er und S. hätten die Ware übernommen und wollten sie verkaufen. Wie hoch sein Anteil an der Beute gewesen wäre, könne er nicht sagen.

Robert S. wollte zunächst keine Angaben machen. Der Prozess wird am 6. September fortgesetzt.

Von Inken Hägermann

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