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Prostituierten- Mord in Hannover: Polizei gründet Moko „Flemes“ 

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16:59 22.09.2021
Polizei bitte um Mithilfe: Mit Flugblättern suchen die Ermittler nach Zeugen, die etwas zum gewaltsamen Tod von Silke B. sagen können.
Polizei bitte um Mithilfe: Mit Flugblättern suchen die Ermittler nach Zeugen, die etwas zum gewaltsamen Tod von Silke B. sagen können. Quelle: Franson
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Die unscheinbare Flemesstraße in Stöcken hat es zu trauriger Berühmtheit gebracht. „Wir haben eine Mordkommission mit dem Namen Flemes eingerichtet“, erklärte eine Polizeisprecherin auf NP-Anfrage am Mittwoch. Die Moko soll den gewaltsamen Tod der Prostituierten Silke B. (53) aufklären.

Sex-Unfall ist ausgeschlossen

Die Frau war am späten Sonntagabend von einem Nachbarn (46) tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die Umstände des Verbrechens sind noch unklar. Bekannt ist nur, dass die Prostituierte gefesselt war. Nach der Obduktion gilt ein Sex-Unfall als ausgeschlossen.

Es ist nicht das erste Gewaltverbrechen, das in der Nebenstraße verübt wurde. Ende Mai 2017 wurde dort Wilhelm W. mit schweren Verletzungen in seiner Wohnung aufgefunden. Wenige Tage später verstarb der 96-Jährige im Krankenhaus. Das Gewaltverbrechen wurde bislang nicht aufgeklärt.

Keine Tatzusammenhänge erkennbar

„Wir untersuchen selbstverständlich, ob es Zusammenhänge mit anderen Gewaltverbrechen gibt“, meint die Polizeisprecherin in Bezug auf den aktuellen Fall. Zum Fall Wilhelm W. seien derzeit keine Tatzusammenhänge erkennbar, bis auf die Nähe der Tatorte. Allerdings werden die Ermittler die Spuren der Tatorte miteinander vergleichen. Die Spurenauswertung liege aber noch nicht vor.

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Am Dienstag verteilte die Polizei Flugblätter zu dem Fall, um Zeugen zu finden. Speziell der Zeitraum zwischen 18 und 23 Uhr am Sonntagabend interessiert die Ermittler. Hinweise gehen unter 0511/109-5555 an die Polizei.

Von Thomas Nagel