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Meine Stadt Schluss mit Elterntaxi: Der „Schulexpress“ expandiert nach Hannover
Hannover Meine Stadt Schluss mit Elterntaxi: Der „Schulexpress“ expandiert nach Hannover
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08:00 20.11.2019
ALLTAG VOR SCHULEN: Wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, führt das oft zu Problemen. Verena Nölle (unten) setzt diesem Trend nun auch in Hannover die „Schulexpress“-Idee entgegen.
Hannover

Es ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell, das Kindern einen sicheren Schulweg ermöglicht und damit hilft, dass immer größer werdende Problem von Elterntaxis einzudämmen – die InitiativeSchulexpress“. Im kommenden Frühjahr kommt das Projekt nun auch nach Hannover. Nach NP-Infos wird die Grundschule Wettbergen als erste Schule in der Landeshauptstadt den „Schulexpress“ einführen.

Verena Nölle, die die Initiative vor 15 Jahren in Bremen gegründet hat, freut sich darüber, dass ihr Projekt eine weitere Großstadt erobert. „Mittlerweile gibt es an 150 Schulen in Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin den ‚Schulexpress‘“, so Nölle. Allein im vergangenen Jahr seien 30 neuen Schulen hinzugekommen. Die Idee ist simpel und zugleich effektiv. Nachdem die Schulen sich zunächst gemeinsam für das Angebot entschieden haben, werden die Schüler in Laufgruppen eingeteilt, die sich morgens an einem festen Punkt treffen. Von dort geht es dann zu Fuß gemeinsam zur Schule.

Verkehrssituation wird entspannt

„Das wirkt sehr motivierend. Und selbst wenn der Schulweg etwas länger ist, können die Treffpunkte als Elternhaltestellen genutzt werden“, erklärt die Initiatorin. Mit dem „Schulexpress“ werde die oft angespannte Verkehrssituation vor Schulen sichtlich entspannt. Und auch diesen positiven Effekt hat das Projekt: „Das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Kinder werden gestärkt, zugleich bekommen sie die nötige Bewegung, die im Alltag oft zu kurz kommt.“

Als ihre älteste Tochter vor 15 Jahren eingeschult wurde, kam Verena Nölle die Idee zum „Schulexpress“. „Es war jeden Morgen ein heilloses Chaos vor der Schule und ich hatte große Angst um die Sicherheit meines Kindes“, erzählt sie. Aus der eigenen Sorge heraus entwickelte die Mutter das Angebot, das inzwischen deutschlandweit Schule macht. Für ihr Engagement bekommt Nölle am 4. Dezember einen besonderen Dank. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet die „Schulexpresse“-Gründerin mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Nölle: „Das erfüllt mich mit großem Stolz.“

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